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Thema: Griechenland 2017 - 18 Nächte - 4000 Kilometer und fast kein Plan

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  1. #1
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    Standard Griechenland 2017 - 18 Nächte - 4000 Kilometer und fast kein Plan

    Hallo ihr Forumser

    Ich möchte euch etwas über meinen ersten Urlaub auf dem Festland erzählen. Eigentlich wollte ich ein Tagebuch führen, während wir unterwegs waren, fand aber irgendwie keine Zeit oder Musse....Versuchs nun aus dem Gedächtnis, ist ja noch nicht so lange her. Vielleicht interessierts ja den einen oder andern...
    Viel Spass beim lesen!

    Griechenland 2017
    18 Nächte – 4000 Kilometer – und fast kein Plan

    Kurz zu uns: Wir sind 50+, lieben Kreta, Griechenland allgemein, griechisches essen. Am liebsten sind wir individuell unterwegs, mit einem Mietwagen neues entdecken, ab und an eine Wanderung, an Ruinen, Kirchen und Klöster sind wir nicht so interessiert. Natur, Land und Leute, das ist es was uns fesselt.

    Nun zu unseren 19 Tagen Griechenland:

    Tag 1

    Endlich soll es diesen Herbst zum ersten Mal aufs griechische Festland gehen. Bisher waren wir nur auf griechischen Inseln unterwegs.

    Frau BolTiger hat vorab Reiseführer gewälzt und überlegt wohin, wann, wie lange….. Schlussendlich hat sie sich entschieden ausser dem Flug und dem Mietwagen nichts zu buchen, sondern von einem Tag zum andern zu schauen und frei wie die Vögel in Nordgriechenland herumzureisen.

    Eine grobe Vorstellung was wir alles gerne sehen wollen, haben wir, oder besser gesagt, Frau BolTiger hat die. Denn Herr Boltiger lässt sich gerne von den Plänen seiner Frau inspirieren.

    Endlich ist der Tag der Abreise gekommen. Da das Flugzeug nach Thessaloniki schon morgens um halb sieben abhebt, haben wir fast den ganzen Tag zur Verfügung um für die erste Nacht ein Dach über dem Kopf zu finden. Eigentlich sollte die Zimmersuche sowieso kein Problem darstellen, da schon ende August ist, und die Hauptreisezeit vorbei. Die erste Etappe soll von Thessaloniki auf die Chalkidiki gehen, genauer gesagt nach Sithonia.
    Über Nea Moudiana geht es Richtung Nikiti. Dort wollen wir am Strand etwas Kleines essen.
    Je näher wir nach Nikiti kommen, desto stärker wird der Verkehr. Ausser griechischen Autos (logisch, wir sind ja in Griechenland) hat es viele, seeeehr viele bulgarische, rumänische und serbische Autonummern. Gefühlt der halbe Balkan ist auf Sithonia unterwegs.
    Okay, es ist Sonntag, Thessaloniki ist nahe, es wird viele Wochenendurlauber haben, morgen wird es besser sein.

    Wir beschliessen, Nikiti links liegen zu lassen und woanders was zu picken. Landschaftlich ist es hier sehr schön, viel Wald, türkisblaues Meer, Sonnenschein und heiss. Aber dieser Verkehr! Wird immer schlimmer. In Neos Marmaras finden wir einen freien Parkplatz. Endlich! Ein quirliges Örtchen, mit wunderbaren Aussichten, schönen Tavernen im typisch griechischen Style, leider geschlossen um die Mittagszeit.

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    Was ist das?? Geschäfte, welche Pelzjacken verkaufen? Bei 30 Grad im Schatten?? Nun ja, brauchen wir zum Glück nicht
    Irgendwo in einem Strandcafe einen Freddo getrunken und was Kleines gegessen.
    Langsam machen wir uns ein wenig Gedanken, wie das wird mit Zimmersuche. Ob der Menschenmengen doch begründet.
    Schade, irgendwie haben wir sooo gar keine Lust uns in diesen Massen in die kühlenden Fluten des Meeres zu stürzen. An jeder schönen Bucht stehen hunderte von Autos, die meisten nicht mit griechischen Nummernschildern. Wir umrunden Sithonia auf der Suche nach einem Plätzchen, das nicht so voll ist.
    Mitten im Nirgendwo haben wir dieses hübsche Kafenion entdeckt - keine Menschenseele hier, wir haben den ganzen Garten für uns alleine.

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    Nun brauchen wir nur noch ein Zimmer für eine Nacht, länger auf Sithonia zu bleiben, ist uns vergangen. Schliesslich finden wir in Ormos Panagia das letzte Zimmer im Hotel Avra. Klein zwar, aber sauber, direkt ebenerdig und mit Frühstück. Gepäck ausladen, Auto parken, Badesachen packen und ab an den kleinen Strand. Hier zuerst in einer Taverne ein kühles Bier, ein Glas Weisswein und eine Portion Muscheln bestellt. Das tut gut!
    Nachtessen in der Hoteleigenen Taverne, der obligate griechische Salat, gegrillte Sardinen mit Kräutern gefüllt und Xtapodi vom Grill.
    Alt werden wir heute nicht, es war ein langer Tag, schliesslich sind wir um 4 Uhr morgens aus den Federn.

  2. #2
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    Das wird bestimmt ein interessanter Reisebericht, Boltigers, fängt schon mal gut an.

    Chalkidiki haben wir vor Jahren mit unserem Womo im Frühjahr bereist, also die ersten beiden Finger natürlich. Athos - da ich dummerweise eine Frau bin - nur vom Schiff aus.

    Freue mich schon, wie es bei euch weitergeht - vg krassi

  3. #3
    Avatar von Inke
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    Sehr schön. Ich liebe Reiseberichte. Bin gespannt wohin es Euch führt.
    Inke


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  4. #4
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    Das mit den vielen osteuropäischen Nummernschildern ist uns bei unseren Aufenthalt in Nikiti bereits im September 2009 sehr aufgefallen.
    Dennoch empfanden wir die Sithonia damals als eine sehr schöne Halbinsel, wenn man den Haupt-Tourismusplätzen etwas entflieht.
    Jedenfalls habe ich traumhafte Strände und auch (relativ) ruhige Dörfer in Erinnerung.

    Weiß den jemand von euch, was das mit den vielen Bulgaren, Rumänen etc (meistens fette SUV's der Mittel- bis Oberklasse) auf sich hat?

    TIA Alexis
    Am I not a man? And is a man not stupid? I'm a man, so I married. Wife, children, house, everything. The full catastrophe.

  5. #5
    Avatar von Inke
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    Zitat Zitat von Alexis Beitrag anzeigen

    Weiß den jemand von euch, was das mit den vielen Bulgaren, Rumänen etc (meistens fette SUV's der Mittel- bis Oberklasse) auf sich hat?

    TIA Alexis
    Die machen vielleicht einfach Urlaub ?
    Inke


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  6. #6
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    Schön dass es Mitleser hat hier
    Das mit den fetten SUVs ist uns auch aufgefallen.....
    Mehr dazu im nächsten Teil
    Grüsse
    Barbara

  7. #7
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    Hallo Barbara, ich lese auch gerne noch mit . Zumal ich auch gerne mal in die Ecke möchte.

    Aber Ende August ist doch noch Saison, oder? Da kann ich mir schon vorstellen, dass noch viel los ist

  8. #8
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    Tag 2

    Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Koffer und wollen weiter alles der Küste entlang Richtung Kavala. Mal schauen wie weit wir kommen.
    Beim Frühstück erzählt uns die Hotelangestellte, dass früher auch viele Mittel Europäer Ormos Panagia besucht haben. In diesem Jahr sehr viele Bulgaren, Rumänen und natürlich Griechen. Deutsche, Österreicher und Schweizer wären eher dünn gesät. Ich bin auch erstaunt darüber wieviel Ostblockleute hier sind. Hätte ich mich vorher damit auseinandergesetzt, wäre mir vielleicht aufgefallen, dass die Grenzen zu Mazedonien, Bulgarien und Albanien sehr nahe sind. Und das Mittelmeer in Griechenland für diese Touristen gut mit dem Auto erreichbar ist.

    Nun aber weiter mit unserer Reise.
    Wir machen uns auf Richtung Osten. Athos können wir ja nicht besuchen, da ich eine Frau bin (gell Krassi ) ist aber auch nicht weiter schlimm. Wir machen auch keine Bootstour. Die Ausflugsschiffe lagen in Ormos Panagia vor Anker. Ums zieht es weg von diesen Touristengebieten, für meinen Geschmack hat es hier zuviel Trubel.
    Da wir geocachen gibt’s hier auch einige Dosen zu sammeln. Die erste war bald angesteuert, mit einer super Aussicht. Hier hält im Sommer die Feuerwehr Wache, daher ist hier auch immer was los.

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    Viel gibt’s über diese Strecke nicht zu sagen. Die Wälder hier sind sehr schön, und die Ausblicke übers Meer sind fantastisch. Das Wetter spielt gut mit, es ist ziemlich heiss. Wenn man was sehen will, sitzt man halt viel im Auto, zumal man auf diesen Strecken nicht sonderlich schnell vorankommt. Aber wie sagt man so schön - der Weg ist das Ziel!
    In Ierissos machen wir Halt und wollen eine griechische Prepaid Internet SIM kaufen. Bald haben wir einen Germanos Shop gefunden. Es ist Montagmorgen, Monatsende, und offenbar gehen alle in den Shop um ihre Rechnungen zu bezahlen…. Hat auch was, hab ich nicht gewusst, dass das in Griechenland so läuft. Eine sehr freundliche junge Angestellte hat uns die Karte verkauft und registriert und alles eingerichtet. Trinkgeld wollte sie partout nicht annehmen.
    Danach gehen wir am Strand in ein nettes Cafe und geniessen den Ausblick und den Cappuccino freddo.
    Dann geht’s alles der Küste nach über Olympiada und Stavros. Wir halten schon Ausschau wo wir die Nacht verbringen können. Und fahren durch einige kleine Örtchen, aber so richtig gefällt uns nichts.
    Paralia omorfiou – so schön wie der Name verspricht ist es hier nicht. (Oder heisst das der Strand der Schönen? Akkusativ...)
    Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Loutra Eleftheron. Im Internet findet man nicht wirklich viele Infos darüber. Ist irgendwie ein Lost Place. Die Strasse dort hoch ziemlich zugewachsen, die Häuser leer und heruntergekommen. Irgendwie ist es ein bisschen unheimlich hier. Es riecht stark nach Schwefel, wahrscheinlich könnte man hier noch irgendwo ein Bad nehmen.
    Wir wollen weiter, haben wir doch noch kein Bett für diese Nacht. In Nea Peramos finden wir ein Zimmer mit Meerblick, allerdings ohne Frühstück.
    Der Ort ist nett gelegen und hat eine Strandpromenade zum flanieren. Wir wollen nur noch ein Bad im Meer nehmen, was essen und bald schlafen gehen.

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    Ferien sind ziemlich anstrengend

  9. #9
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    Standard

    Danke, richtig toll die Fotos von den Klöstern - ich glaube, ich kauf mir auch eine Drohne!!

    Da kann man so irre Perspektiven sehen - unglaublich. Einen Teil der Klöster kennen wir auch, zu manchen führen hohe Brücken, auf jeden Fall muss man viele Stufen laufen können.

    Nun bin ich wirklich gespannt, was von Lefkada kommt, dahin sind wir immer wieder zurückgekehrt, weil wir dort so einen schönen Stellplatz hatten direkt am Meer für uns ganz alleine. Das war aber im Frühjahr und überhaupt nicht überlaufen. Das kann ich nur empfehlen. Ich freue mich wenn Du weiterschreibst - lg krassi

  10. #10
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    Total beeindruckend, diese Fotos von oben

  11. #11
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    Cool

    Ja, kiki, musst du unbedingt hin, es ist unbeschreiblich!

    Tag 10

    Da wir im Guesthouse nur für eine Nacht ein Zimmer erwischt haben, und wir keine Lust haben umzuziehen, beschliessen wir schon heute weiter zu fahren.

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    Wie Anfangs geschrieben, sind wir nicht so Kultur interessiert. Daher ist für uns auch klar, dass wir keines der Klöster besichtigen wollen.
    Von aussen ja, Fotos machen ja, aber von innen, nein danke… Zu viele Menschen auf einem Haufen.
    Obwohl wir relativ früh dran sind, sind die Parkplätze schon fast voll.

    Wir suchen uns ein schönes Plätzchen um noch ein wenig zu schauen und die Gegend auf uns wirken zu lassen.
    Ist unglaublich, was die Natur hier geschaffen hat. Und wenn man sich überlegt, wie diese Klöster erbaut worden sind, ist es noch viel unglaublicher.
    Herr BolTiger fliegt noch ein wenig, Frau BolTiger sitzt einfach da und staunt ob der Schönheit dieses Fleckchens.

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    Ich könnte hier noch Dutzende Bilder einstellen, weil es einfach so unglaublich ist.

    Irgendwann wollen wir aber weiter. Unser Ziel für heute ist Lefkada.
    Bei der Routenplanung haben wir einen Fehler gemacht. Wir hätten gestern nach Lefkada sollen und nachher nach Meteora.
    Nun müssen wir einen grossen Teil der Strecke von gestern wieder zurück.
    Über heute gibt’s nicht viel zu sagen, erinnere mich auch nicht wirklich. Mag daran liegen, dass es nichts Spezielles ist.
    Was aber auffällt, ist dass der Verkehr immer mehr zunimmt. Diese Gegend ist wohl wieder touristischer.

    In Preveza fahren wir durch den Unterwassertunnel. Danach geht es Richtung Süden bis auf die Halbinsel Lefkada.
    Hier gehts weiter bis Vasiliki. Dort finden wir mit Mühe ein Zimmer für eine Nacht.
    Hier dasselbe wie auf Sithonia. Total überlaufen und touristisch. Für uns Zuviel.

    Eigentlich wollte Frau BolTiger noch einen Abstecher zum Golf von Amvrakikos machen, da es dort viele Meeresschildkröten geben soll.
    Der Verein Archelon hat jedes Jahr ein Projekt, wo sie die Caretta Caretta’s einfangen, vermessen, chippen und wieder in die Freiheit entlassen.





    Wir kommen bestimmt zurück, und dann klappt das auch mit den Schildkröten

    Morgen geht’s weiter Richtung Süden.

  12. #12
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    Das ist ein interessantes Hobby - Geocachen - Boltigers.

    Wir fahren nur in Vor- oder Nachsaison nach Gr., da ist nicht so viel an Publikum. Deshalb habe ich so gute Erinnerungen an die Athos-Klöster. Es war ein wunderschön sonniger Tag und das Schiff war wenig besucht. Die Klöster "klebten" alle so am Berg und waren ganz unterschiedlich. Eigentlich genau so interessant wie die Meteora-Klöster.

    Jeder hat aber andere Interessen, das ist gut so, sonst wären wir doch alle an der gleichen Stelle (oder im Pelzgeschäft !) -

    vg krassi

  13. #13
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    Ja, Reisezottel, August ist noch Hochsaison. Wir sind am 27.08. nach Thessaloniki geflogen. Hab einfach nicht damit gerechnet, dass diese Ecke so voll ist. Aber trotzdem sehr schön und abwechslungsreich.
    @krassi
    ja, geocachen ist wirklich ein tolles Hobby. Man ist in der Natur, findet schöne Ecken wohin man sonst nicht käme, und es kostet nichts
    Kann ich mir vorstellen, dass es im Winter oder zeitigen Frühling schön ist, und wesentlich entspannter.

    Grüsse
    Barbara

  14. #14
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    Hallo Familie BolTigers,

    ich lese hier auch gerne mit.
    Geocachen? Damit muß ich mich auch mal näher befassen.
    LG
    Inge

  15. #15
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    Weiter gehts.......

    Tag 3

    Heute können wir früh los, das Zimmer haben wir gestern schon bezahlt, und Frühstück gibt’s keines. So sind wir um halb acht schon in einer Strandbar und trinken einen richtig guten Espresso.

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    Danach geht’s immer weiter Richtung Osten. Wir haben in Keramoti Beach noch etwas zu erledigen. Pachnes,

    https://www.geocaching.com/track/det...spx?id=3557746

    einer unserer Reisenden befindet sich seit gut 18 Monaten in der Gegend. Den wollen wir zurückholen, denn der soll endlich zu seinem Bestimmungsort kommen.
    Also geht’s Richtung Keramoti. Kavala durchqueren wir gut, und suchen uns den Weg weiter Richtung Osten. Hier gibt es ein gut erhaltenes Aquädukt,

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kavala

    hab leider kein Foto davon, da wir durchgefahren sind. Wir wollen nicht auf die Autobahn, welche weiter oben verläuft, sondern fahren alles über Land.
    Ich staune, wie unterschiedlich die Gegenden hier sind. Mal gibt’s riesige Wälder, dann wieder ungenutzte Flächen. Wir in der Schweiz haben nicht so viel Platz.
    Vorbei an Feldern mit Bewässerungsgräben und am Kavala international Airport Megas Alexandros.
    Bald sind wir am Ziel.

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    Keramoti Beach hat einen kilometerlangen Sandstrand. Einerseits völlig natürlich, ohne Infrastruktur, es gibt aber auch Beachbars, Liegestühle und einen Campingplatz. Wir laufen um den Zipfel mit dem Riesenstrand und sammeln Pachnes ein.

    Auf dem Rückweg sehen wir das hier

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    Ob das wohl was mit dem Strom für Thassos zu tun hat?

    So langsam knurrt uns der Magen und wir bestellen unser Frühstück – Lammchops vom Grill und Potatos. Die Taverne liegt direkt am Fähranleger nach Thassos. Wir werweissen ob wir rüber sollen oder nicht…. Wo wir doch schon mal hier sind, können wir ja einen Blick auf die Insel werfen.
    Da mehrere Fähren den ganzen Tag hin und herfahren gibt es keine langen Wartezeiten. Das Ticket kostet 23 Euro. Beifahrer müssen aussteigen und zu Fuss auf die Fähre. Ich in einer Meute Bulgaren, das liess nichts Gutes erahnen. (nicht falsch verstehen, hab nix gegen die, es geht nur um die Menge). Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten, und wir werden von hunderten Seemöwen begleitet. Das Geschrei und die akrobatischen Flüge dieser Vögel sind unbeschreiblich. Manche Passagiere haben Brot dabei und füttern die Möwen.

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    Auf Thassos angekommen, beschliessen wir die Insel zu umrunden und uns ein schönes Nachtquartier zu suchen.
    Irgendwie ist es hier wie auf Sithonia - alles überfüllt. Das Wetter ist nicht so gut, warm zwar, aber es sieht nach Regen aus. Wir fahren mehrere Orte an und fragen nach einem Zimmer, doch überall sind sie voll. Langsam kriegen wir schlechte Laune, ob dem Verkehr und überhaupt! Mittlerweile sind wir wieder in Thassos Stadt angekommen und beschliessen noch in einem Hotel zu fragen. Ansonsten nehmen wir die nächste Fähre. Und tatsächlich, am alten Hafen im Hotel Angelica kriegen wir das letzte Zimmer! Und erst noch ein tolles, mit einem Badetempel und einem Riesen Frühstücksbuffet. So sind wir mit Thassos wieder ein wenig versöhnt.

    Auch hier gibt’s eine Dose, die wir besuchen möchten. Ganz aussen gibt es eine kleine Kapelle. Und direkt darunter, die Karnagio Bar.

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    Dort genehmigen wir und einen Mojito und geniessen die Aussicht. Leider beginnt es jetzt wirklich zu regnen, und wir gehen zurück in die Stadt. Nachtessen gibt’s in einer Taverne mit Live Musik und Tanz. So nimmt der Tag doch noch ein schönes Ende.
    Η Ελλάδα με κάνει χαρούμενη

  16. #16
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    Standard

    Auch von mir "vielen Dank", sehr schöne Fotos und für mich Erinnerungen.

    Auf der Peloponnes hättet ihr noch von Diakopto hinauffahren können in die Berge nach Kalavrita. Das geht durch eine wunderbare Landschaft immer an einem Bach vorbei steil hinauf entweder per Auto oder historischer Zahnradbahn. Sehr empfehlenswert! Vielleicht fürs nächste Mal, es gibt so viel zu besichtigen, das wäre wahrscheinlich zu viel.

    Ich freue mich auf die Fortsetzung. vg krassi

  17. #17
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    Tag 12

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    Nach dem Frühstück räumen wir unser Zimmer und fahren hinaus in die Lagune.
    Diese Landschaft ist einmalig, die Farben, das Blau der Lagune und die verschiedenen Rosatöne der einzelnen Becken sind unglaublich.
    Die Luft ist klar und es ist am frühen Morgen schon heiss.
    Frau BolTiger nimmt ein Bad und platscht in der Lagune herum, während Herr BolTiger seinem Hobby fröhnt und sein Flugobjekt bewegt.

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    Wir wollen heute bis in die Region Korinth, also machen wir uns irgendwann auf den Weg.
    Von weither ist die Brücke von Rio schon sichtbar. Sehr imposantes Bauwerk!

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    Unter der Brücke am Strand sammeln Griechen Muscheln und fischen.
    Eine Frau wühlt in den Steinen herum und findet eine leere Meeresschnecke, die sie mir kurzerhand schenkt.
    Von Rio fahren wir alles der Küste entlang in Richtung Korinth.
    Da und dort machen wir einen Abstecher in die Berge und geniessen die Aussicht.

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    Die Dörfer an dieser Küste sind leer, die Gegend ist schön, aber irgendwie trostlos.
    Teilweise hat es viel Verkehr, vor allem riesige Lastwagen, die die Strasse langbrettern.

    In Xilokastro wollen wir für diese Nacht Quartier beziehen, und finden im Hotel Arion ein schönes Zimmer.

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    καληνύχτα

  18. #18
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    Schöner Bericht und wunderschöne Fotos.Macht richtig Spaß zu lesen.
    LG Dorad

  19. #19
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    Tag 4

    Heute wird’s spannend. Für den Moment haben wir genug von Meer und Menschenmassen. Wir beschliessen die nächste Nacht in den Bergen zu verbringen.
    Hier unsere Route von heute:

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    Nach einem ausgiebigen Frühstück verstauen wir unser Gepäck im Auto und kaufen ein Fährticket nach Keramoti.
    Das beladen der Fähre ist spannend. Heute gibt es zwei Stockwerke, die Autos müssen über eine steile Rampe in den oberen Stock, (Frau BolTiger hätte das wohl nicht geschafft)

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    Um Platz zu schaffen für zwei Laster mit Marmorblöcken.
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    Wieviel die wohl wiegen? Und was geschieht, wenn es hohe Wellen hat?
    Gleichzeitig rollen zwei leere Laster von der Fähre, die eben von Keramoti angelegt hat.

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    Offenbar ist der Thassos Marmor gefragt.
    Wieder mit festem Boden unter den Reifen machen wir uns auf den Weg Richtung Norden.
    Durch eine grosse Ebene geht’s über eine kurvige Strasse in die Höhe.

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    Es hat einige Lastwagen, welche sich die Strasse hinauf quälen. da oben muss es Steinbrüche geben.

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    Wir fahren durch riesige Laubwälder, alles entlang des Nestos River. Hier sind wir fast für uns allein. Ab und zu kreuzen wir andere Autos, keine Touristen. Auf Osmand (Open Street Map) entdecken wir eine Strasse entlang des Nestos der gestaut wird. Diese Strecke ist bestimmt wunderschön. Kurzerhand biegen wir in Mesochori rechts ab. Hier gibt’s nur Wasser und Wälder, wunderbar!

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    Wir wollen über Skaloti und Sidirovero nach Potami und von dort nach Volakas, können wir aber nicht. Irgendwo im Nirgendwo tauchen plötzlich Gebäude auf und mitten auf der Strasse steht ein Mann. Zuerst denken wir, wir sind an der Grenze gelandet. Wir halten an und er sagt irgendwas in griechisch – wir nix verstehen! Ein zweiter Grieche kommt dazu, er spricht englisch. Er fragt woher wir kommen und wohin wir wollen. Wir unterhalten uns mit ihm und erfahren, dass die Strasse nach Potami gesperrt ist, da sie schon länger abgerutscht sei. Er ist Busfahrer und fährt die Männer welche im Steinbruch arbeiten von Serres hier hinauf. Wir können noch weiter bis zu zweiten Staumauer, dort ist leider fertig.

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    Bleibt uns nichts anderes übrig, als denselben Weg zurück bis Mesochori zu fahren. Da wir noch früh dran sind, wollen wir noch die Aggitis Cave besuchen. Das stand auch auf Frau BolTigers to do Liste.
    In der Höhle befindet sich die Quelle des Flusses Agitis. Die Gegend um die Höhle ist wunderschön, mit Bächlein und Stegen, und kleinen Wasserfällen. Natürlich gibt es auch hier eine Geocaching Dose zu finden.

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    Wir müssen nicht lange warten bis die Führung beginnt. Wir sind die einzigen nicht Griechen, der Guide erzählt uns alles wissenswerte in englisch. Die Höhle ist wirklich sehenswert!

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    Danach machen wir uns auf nach Volakas, wo wir im Petalo Resort übernachten wollen.
    Dort angekommen, ist es noch richtig warm, wir genehmigen uns auf der Terrasse ein Glas Wein und geniessen die Ruhe. Für diese Nacht haben wir ein ganzes Chalet für uns alleine.

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  20. #20
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    Hallo Herr BolTigers, vielen Dank für Deinen Reisebericht . Die heutige Route finde ich besonders interessant, da die Gegend mir völlig unbekannt ist. Kürzlich las ich einen Bericht über das angrenzende Thrakien, auch faszinierend . Hast Du Bild 15 und 17 mit einer Drohne gemacht?
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  21. #21
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    Zitat Zitat von kiki Beitrag anzeigen
    Hallo Herr BolTigers, vielen Dank für Deinen Reisebericht . Die heutige Route finde ich besonders interessant, da die Gegend mir völlig unbekannt ist. Kürzlich las ich einen Bericht über das angrenzende Thrakien, auch faszinierend . Hast Du Bild 15 und 17 mit einer Drohne gemacht?
    Hallo kiki, ja die Fotos sind mit einer Dji Mavic gemacht. Mein Mann, der BolTiger hat so ein Teil. Es ist spannend, weil es ganz andere Perspektiven eröffnet. Wird bestimmt noch einige silche Aufnahmen geben in diesrm Bericht Habe auch 360 Fotos, bis jetzt hab ich nicht herausbekommen wie ich die hier reinstellen kann. Vielleicht hat wer einen Tipp?
    LG Barbara

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  22. #22
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    @krassi: ja, die nächste Reise ist schon in Planung. Wir fliegen nach Athen und möchten den Peloponnes abgrasen. mal schauen wie weit wir kommen.
    Danke für den Tipp mit Kalavrita!

    @kiki: ja die gewinnen dort Salz, offenbar ist das bekannt. Ich hatte keinen Ahnung dass es Salinen gibt in GR.
    Auf diesen Fotos sind sie am Salz gewinnen.

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    Hab leider nur noch die Etikette vom Fuss Salz.

  23. #23
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    Wusste ich auch nicht, danke .

    Wir wollen dieses Jahr auch die Peleponnes "abgrasen" , September/Oktober mit unserem alten Camper.
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  24. #24
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    Weiter gehts

    Tag 5

    Brrrrr, heute Morgen ist es kalt! Duschen ist nicht, kein warmes Wasser. Wahrscheinlich haben wir gestern etwas falsch verstanden,
    und wir hätten irgendwo die Heizung einschalten müssen. Wenigstens können wir draussen an der Sonne frühstücken.
    Dimitris tischt richtig auf, gebratene Brotscheiben mit Butter und Honig, schön warm und süss, Kaffee, frischer Orangensaft,
    noch warme selbstgebackene Brötchen, hausgemachte Confi, Schinken Käse Toast, alles was das Herz begehrt.

    Wie der Name Πέταλο sagt, gibt’s hier auch Pferde. Dimitris erzählt uns dass er vor der Krise zwölf Pferde hatte,
    er sich die aber nicht mehr leisten kann, deshalb hat er nur noch vier. Hochsaison im Petalo ist der Winter,
    denn auf dem Berg Falakro befindet sich das nördlichste Skigebiet Griechenlands.

    Ist bestimmt schön dort im Winter, für uns gibt’s allerdings nähere Skigebiete.

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    Wir fahren über Serres weiter Richtung Westen. Heute wollen wir nicht den ganzen Tag im Auto sitzen,
    sondern auch ein bisschen die Füsse strecken. Auf Osmand sehen wir einige Hotels, die uns interessieren. Eines davon ist am Kerkini See.
    In Serres machen wir einen Halt, eigentlich wollen wir ein wenig durch die Stadt schlendern, aber es ist so heiss.
    Deshalb erst mal etwas Flüssiges zuführen.
    Beim Imbiss an dem wir Pause machen, wimmelt es nur so von Einheimischen.
    Die essen alle was aus kleinen Körbchen, was das wohl ist? Wir bestellen auch so eines, sieht lecker aus. Unten im Körbchen hat es Brot,
    darauf Fleisch und oben noch Pommes. Sowas wie Döner, einfach in Griechisch.
    Puuuhhh, zum Glück haben wir nicht zwei bestellt!
    Danach ist uns die Lust auf lädelen vergangen, deshalb fahren wir weiter.

    Am See angekommen, halten wir Ausschau nach der ersten Unterkunft. Dort stehen allerdings drei Busse davor,
    so beschliessen wir dass wir weiter fahren. Einen kleinen Halt am See liegt schon noch drin.

    Doku Griechenland – von den Gipfeln bis ans Meer

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    Wir wollen die Zimmerfrage erledigt haben. Ist schon ein bisschen stressig, wenn man morgens nie weiss wo und ob man
    abends ein Dach über dem Kopf hat. Das ist das erste Mal, dass wir so unterwegs sind, ohne Plan, und jeden Abend woanders.
    Beim Gepäck gibt es fürs nächste Jahr noch Verbesserungspotenzial. Weniger ist oft mehr, sag ich nur….
    Wie immer hat Frau BolTiger zu viel Bagage dabei. Oft heisst das, das Gepäck zwei Stockwerke rauf zu schleppen….

    Wir fahren weiter bis Kato Poroia, im Hotel Epavlis kriegen wir ein schönes Appartement. Hier gibt’s einen Pool,
    so können wir ein bisschen chillen. Wir sind die einzigen Gäste, das Hotel ist riesig, der Speisesaal noch grösser.
    Wie das wohl zur Hauptsaison ist, wenn alle Zimmer belegt sind? Na, uns egal, wir haben unseren Frieden hier und geniessen es.

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  25. #25
    Avatar von Inke
    Inke ist offline πάρτε με πάρτε με στην Κρήτη
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    Hallo Herr und Frau BolTigers,

    schöner Bericht und schöne Fotos.
    Inke


    Lasst uns immer in den großen Traum des Lebens
    kleine bunte Träume weben

  26. #26
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    Hallo BolTigers,

    für mich ein sehr interessanter Bericht mit tollen Bildern, vielen Dank.
    Ich habe nähmlich 1985-86 am Potamos Nestos Kraftwerk-Staudamm mit einer österreichischen Baufirma gearbeitet.
    Damals gab es noch keine Asphaltstrasse in diese einsamen Gegend.
    Yanis
    Steigst Du nicht auf die Berge, so siehst Du auch nicht in die Ferne.

  27. #27
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    Tag 13

    Da heute Freitag ist, wollen wir eine Unterkunft bis Sonntag. Am liebsten an einem Ort, der nicht überfüllt ist, schön wäre etwas direkt am Meer.
    Wir wälzen die Karte und suchen bei einem bekannten Portal nach schönen Hotels.
    Wir beschliessen nach Loutraki zu fahren, direkt am Meer und geeignet für Erkundungen in die nähere Umgebung.

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    Jetzt wollen wir den Kanal von Korinth besichtigen. Die Anfahrt mitten durch Korinth ist mühsam, schliesslich fahren wir aber über die Brücke.
    Dieser Kanal ist ein unglaubliches Bauwerk!

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    Weiter geht es Richtung Loutraki.
    Die Stadt ist bekannt für das Quellwasser.
    Für uns ist das aber nichts, deshalb fahren wir weiter.
    Wir machen einen Abstecher zu einem Kloster, zum Vouliagmenis See und zum Cape Ireon und wissen immer noch nicht wie weit wir fahren wollen.

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    Schliesslich entscheiden wir uns für Alyki.
    Die Anfahrt dorthin zieht sich, und wir finden das Hotel nicht und gurken im Dorf herum.
    In einer Taverne trinken wir ein kühles Bier und erfahren, dass der Besitzer der Bruder der Hotelchefin ist, und dass wir unser Ziel erreicht haben.

    Schnell das Gepäck ins Zimmer, Badesachen anziehen und ab ins kühle Nass. Das tut gut!

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  28. #28
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    Danke krassi
    Tipps sind immer gut. Die Mani steht auf jeden Fall auf unserer Liste.
    Nur her mit weiteren Vorschlägen

    @kiki
    Dann fahrt ihr von zuhause weg? Wie lange habt ihr Zeit?
    Wir werden auch im Oktober unterwegs sein, nicht wieder im August.... Hab was gelernt

    Gruss, Barbara

  29. #29
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    Hallo, wir fahren ab Basel los .Der Plan ist bis Ancona , dann auf die Fähre bis Igoumenitsa oder bis Patras. Und dann einmal rund um die Peleponnes oder so. Wir haben gut 3 Wochen Zeit.
    Η Κρήτη βρίσκεται στην καρδιά μου

  30. #30
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    Apropos - Peloponnes - nur ganz kurz als Tipp (ich will ja hier den schönen Bericht nicht stören). Unbedingt die Mani-Halbinsel der Peloponnes genau anschauen. Da gibt es eine ursprüngliche Landschaft von wehrhaftem Völkchen mit Wehrtürmen, leckere Tavernen, urige Gegend da!! Erinnert mich ein wenig an die Sfakia!

    vg krassi

  31. #31
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    Hallo
    freut mich, lest ihr mit.
    @yanis -das ist ja spannend! Weiss gar nicht ob wir das richtig verstanden haben, dass dort wirklich ein Steinbruch ist, oder ob die sonst was abbauen oder im Kraftwerk arbeiten. Die Gegend dort ist wunderschön!
    vg, Barbara
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  32. #32
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    Heute gehts endlich weiter

    Tag 6

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    Heute möchten wir bis in die Region Kastoria kommen. Irgendwie kann ich mich an diesen Tag nicht sehr gut erinnern. Mag daran liegen, dass wir mehr oder weniger nur gefahren sind.
    Auch auf diesem Abschnitt gibt es einige Seen. Der erste, der Lake Dojran liegt genau auf der Grenze zu Mazedonien. Dort wollen wir einen kurzen Abstecher ans Ufer machen, um ein bisschen zu schauen. Wir fahren im Dorf Doirani ein Stück in Richtung Grenze. Hier gibts aber nicht wirklich viel zu sehen, darum fahren wir zurück zur Hauptstrasse.
    Irgendwo unterwegs halten wir an und trinken einen Kaffee und ein Wasser, wo genau das war, weiss ich nicht mehr. Wir sind die einzigen Gäste, das Restaurant hat eine grosse überdeckte Terrasse. Erinnert mich ein wenig an den Kourna See.

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    Wir sind irgendwie müde und es gibt auf dieser Strecke relativ viel Verkehr.
    Über Edessa gehts immer weiter Richtung Westen. Am Vegoritida See wollen wir Ausschau nach einer Unterkunft halten. Die Gegend dort ist wunderschön, aber wir begegnen keiner Menschenseele, und ein ansprechendes Hotel oder eine Pension finden wir auch nicht.

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    Keine Taverne, nichts... So fahren wir halt weiter. Frau Boltiger hat langsam genug für heute. Auf booking.com schauen wir, wo wir übernachten könnten. Okay, in Kastoria finden wir sicher was, ist ja relativ gross und auch nicht mehr weit entfernt.

    Frau Boltiger möchte unbedingt nach Nymfaio, da sie in einer Doku gesehen hat, dass dort Arcturos ist. Dort gibt es eine Auffangstation für Bären. Wir sehen den Wegweiser nach Nymfaio, dann ist klar wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden.

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    Dort wollen wir im Argyro übernachten, so fahren wir dreimal durch das Dorf, werden aber nicht fündig. Schliesslich suchen wir uns das La Moara aus. Sie haben ein freies Zimmer. Wunderbar!
    Das La Moara ist wie die meisten Häuser in Nymfaio ein altes Herrenhaus, ganz aus Stein, mit Erker und im typischen Stil erbaut. Hier fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt.

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    Unser Zimmer ist auch sehr speziell. Die Dusche, das Bad und die Toilette befinden sich in Schränken. Tolle Idee, so ist der Rest des Zimmers grösser.

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    Lustig ist, die Hausdame hat viele Jahre in Dübendorf gearbeitet, sie spricht schweizerdeutsch
    Giannis, der Besitzer des La Moara ist der Mann der Besitzerin des Argyro, wo wir zuerst hinwollten...

    Wir bummeln noch ein wenig durchs Dorf. Ich glaube, Nymfaio ist ein Winter Urlaubsort. Stelle ich mir sehr schön vor, wenn alles verschneit ist und der Schnee im Sonnenlicht glitzert. Aussergriechische Touristen gibt es hier nicht viele.
    Es ist friedlich und wir trinken auf einer schönen Terrasse einen Apero und geniessen die Sonne. Nachtessen gibts im La Moara. Dimitri, der Koch erklärt uns, dass alles was auf den Tisch kommt Bio ist, und das Gemüse und der Salat hier im Dorf in einem Berggarten wächst. Das Nachtessen ist wunderbar! Wir können draussen sitzen, zwar mit Faserpelzpulli - Nymfaio liegt auf 1350 Metern über Meer und es ist Anfang September - aber es ist wirklich schön!
    Wir sind ziemlich platt, und gehen früh schlafen.
    Morgen wollen wir die Bären besuchen, und uns ein wenig in der Gegend umsehen.

    VG, Barbara

  33. #33
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    Danke für die Fortsetzung, schöne Landschaft und sehr schöne Unterkunft. Sieht fast etwas orientalisch aus mit den Teppichen und Kissen am Boden.
    Η Κρήτη βρίσκεται στην καρδιά μου

  34. #34
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    Die Unterkunft ist ja toll, seid ihr da länger geblieben? Bin gespannt auf die Bären!

  35. #35
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    @krassi: Am liebsten würde ich auch gleich losdüsen!

  36. #36
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    Tag 14

    Heute Samstag haben wir nichts spezielles vor, für ein Dach über dem Kopf müssen wir auch nicht besorgt sein,
    da wir zwei Nächte in Alyki stationiert sind. Also fahren wir ein bisschen in der Gegend rum und lassen uns treiben.

    Schlussendlich werden es doch fast 250 Kilometer bis wir abends wieder zurück sind.

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    Die Gegend ist wunderbar, es ist leicht bewölkt, aber heiss und drückend.
    Es bieten sich immer wieder schöne Aussichten an die Küste.

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    Um die Mittagszeit stranden wir in Itea, wahrscheinlich sind wir auch hier die einzigen Touristen.
    An der Flaniermeile gibt es eine Taverne an der anderen.
    Für welche sollen wir uns entscheiden?

    Schliesslich setzen wir uns zu schnatternden älteren Griechen unter einen Sonnenschirm. Die nette Kellnerin empfiehlt uns small fishes und sonst so Meeresgezeugs… Wir sind schnell überredet.

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    Καλή όρεξη

    Mmmmmmhhhhhh, war das lecker!

    Auf dem Rückweg wollen wir noch das Orakel von Delphi befragen, aber dort ist alles so überfüllt, dass wir weiterziehen.
    Vielleicht beim nächsten Mal. Ein Grund mehr, zurückzukommen

  37. #37
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    Hallo Kiki, das haben wir auch so gemacht, es ist aber schon 15 Jahre her und war toll. Hilfreich ist wiederum das Büchlein aus dem WOMO-Verlag, das gibt es für die Peloponnes mit Stellplätzen, Brunnen, Ver- und Entsorgung etc. Leider habe ich hier keine Fotos, die sind noch alle analog und zu Hause genau wie das Tagebuch. Wenn ich wieder zu Hause bin, kannst du gerne Fragen stellen zu dem Thema.

    Am Liebsten würde ich gleich losfahren!! vg krassi

  38. #38
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    @ kiki: ja, wie in 1000 und einer Nacht. Warst du schon mal in der Gegend? Uns hat es sehr gut gefallen.
    @ reisezottel: Ja, das La Moara ist wirklich toll! Wir sind zwei Nächte dort gewesen, am Sonntag sind wir weiter, es gibt noch soviel zu sehen.
    auf die Bären war ich auch sehr gespannt!

    Hier noch ein paar Bilder:

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ID:	92301 der Frühstücksraum

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ID:	92303 das La Moara von oben


    Wenn ihr mal in der Gegend seid, müsst ihr unbedingt nach Nymfaio.
    Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Im ganzen Dorf gibt es nur Kopfsteinpflaster. Man fühlt sich wirklich in der Zeit zurückversetzt.

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ID:	92305 Nymfaio, der Hauptplatz

    Es gibt auch ein Museum für Gold und Silberschmiede, das hätten wir gerne besucht. Giannis hat uns erzählt, dass sie kein Geld haben, um jemanden anzustellen, der dort die Stellung hält. So ist das Museum leider geschlossen, schade! Wir haben aus einem Buch das im La Moara aufliegt, Fotos von dem Schmuck gemacht.

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  39. #39
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    Inke ist offline πάρτε με πάρτε με στην Κρήτη
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    Wir sind vor ein paar Jahren kreuz und quer durch Nordgriechenland gefahren. Es hat uns gut gefallen. Es ist aber so ganz anders als Kreta. Wir waren auch an Stellen, wo ich den Eindruck hatte, dass vor uns nie ein Tourist dort war
    Inke


    Lasst uns immer in den großen Traum des Lebens
    kleine bunte Träume weben

  40. #40
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    Hallo - ich finde eure Berichte einfach klasse!

    Ihr braucht einfach kein Wohnmobil - es geht auch mit einem Kleinwagen, flexibel muss man sein - und dann diese tollen Fotos!

    Man sollte einfach den Mut aufbringen und es euch nachmachen. Wunderbar und danke schön - vg krassi

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