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Elvetakis
2.June.2017, 11:50
hi ulli, es war mir bewusst, dass dieser artikel kontrovers sein koennte... u.a wegen dieser Gleichsetzung.

İn der Sache stimmt er aber, und ist eben einfacher zu lesen als irgendeine Studie...die es aber eben auch gibt.

Elvetakis
2.June.2017, 11:58
https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/antisemitismus_in_griechenland?nav_id=5090

interview mit dem wissenschaftler der das thema untersucht hat. Studie findet ihr sicher auch.
Wenn ihr natürlich weiterhin in da philhellenistische Horn blasen wollt.. no problem

Ulli
2.June.2017, 14:05
Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Thessaloniki, David Saltiel in einem Interview 2005:


Wir dürfen nicht die Politik Israels gegenüber den Palästinensern mit Antisemitismus vermischen. Solange wir diese Dinge nicht trennen können, können wir die Wahrheit nicht sehen und der Holocaust kann wieder geschehen.

http://www.griechenland.diplo.de/Vertretung/griechenland/de/08/Holocaust__Gedenktag__in__Thessaloniki__mit__Bunde sminister__Joschka__Fischer.html

Ein ausführlicher Artikel über Max Merten, der auch in Elvetakis' Link erwähnt wird:


Merten starb 1971. In Griechenland gilt er bis heute als einer der größten deutschen Kriegsverbrecher, als einer der Hauptverantwortlichen der Judenverfolgung. In Deutschland dagegen geriet er weitgehend in Vergessenheit.

http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/max-merten-ein-deutscher-kriegsverbrecher-13533274.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

kokkinos vrachos
15.June.2017, 19:19
Vortrag Eberhard Rondholz: „KRETA 1941. Besatzung und Massenterror der deutschen Wehrmacht und der griechische Widerstand“ am 29. Juni 2017

In der Reihe: Griechenland – Erinnerung als Widerstand. Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen

Ort: Café Buch-Oase (KulturSaal), Germaniastraße 14, 34119 Kassel; Beginn: 19 Uhr

vg, kv

kokkinos vrachos
22.June.2017, 09:01
Kalimera, die Austellung Zeit des Schreckens - Kriegsverbrechen der Wehrmacht auf Kreta ist vom om 22. Mai bis zum 8. Juni in Kiel im Im Emma Sorgenfrei Foyer des Gewerkschaftshauses in der Legienstr. 22 zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung wird am 7.6. der Film „Andartis – Partisan des Friedens“ gezeigt. Am 15. Juni gibt es eine Lesung mit dem Mediziner und Historiker Karl Heinz Roth. er wird sein neues Buch Reparationsschuld - Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa vorstellen. ( http://metropol-verlag.de/produkt/karl-heinz-rothhartmut-ruebner-reparationsschuld/ )

http://www.griechenlandsolikiel.de/

vg, kv

Kalimera, kurzer Bericht über die Veranstaltung in Kiel mit Karl Heinz Roth zu seinem Buch „Reparationsschuld“.

Nur gemeinsamer Druck von unten kann etwas bewirken!

Am 15. Juni 2017 stellte Karl Heinz Roth das Buch mit dem Untertitel „Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa“ vor, eingeladen hatte das Griechenlandsolikomitee Kiel in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und anderen linken Kräften.

http://www.griechenlandsolikiel.de/?p=1009

vg, kv

kokkinos vrachos
19.July.2017, 10:42
Kalimera, die komplette Ausstellung Zeit des Schreckens über die Invasion der deutschen Wehrmacht von Kreta im April 1941. als PDF-Datei zum ausdrucken.

http://www.griechenlandsolikiel.de/?page_id=40

Die Ausstellung (25 Tafeln) ist als Wanderausstellung konzipiert und kann gerne in verschiedenen Städten gezeigt werden.

vg, kv

holly
19.September.2017, 17:58
Hallo kv, hab die Ausstellung in Darmstadt gesehen, im Gewerkschaftshaus, was mir einen Erstkontakt mit der dortigen Soli-Gruppe beschert hat. Und ich teile die Meinung, dass nicht einfach der gnädige Mantel des Schweigens oder gar Vergessens über alle Gräuel gebreitet werden darf. Schon allein deshalb, weil es auf Krta viel zu viele Denkmäler gibt, die daran erinnern - fast immer allerdings nur auf griechisch.

LG
holly

kokkinos vrachos
19.September.2017, 18:28
Hallo kv, hab die Ausstellung in Darmstadt gesehen, im Gewerkschaftshaus, was mir einen Erstkontakt mit der dortigen Soli-Gruppe beschert hat. Und ich teile die Meinung, dass nicht einfach der gnädige Mantel des Schweigens oder gar Vergessens über alle Gräuel gebreitet werden darf. Schon allein deshalb, weil es auf Krta viel zu viele Denkmäler gibt, die daran erinnern - fast immer allerdings nur auf griechisch.
LG
holly

Kalispera holly, habe gar nicht mitbekommen das die Austellung auch in Darmstadt gewesen ist. Gab es auch ein Begleitprogramm?

Die Denkmäler und Gedenkstätten auf Kreta werden hier beschrieben: http://www.gedenkorte-europa.eu/de_de/kreta.html

Leider gibt es auch noch 2 Denkmäler der deutschen Faschisten auf Kreta, das eine in Chania und das andere in Floria. Es gibt auch 2 Vereine in Deutschland die sich um den Erhalt der Denkmäler einsetzten und Spenden sammeln.

vg, kv

holly
20.September.2017, 08:30
Hallo kv

Ausstellung: Ja, es gab zumindest einen Info-Abend, den ich aber wegen Arbeit nicht besuchen konnte.

Deutsche Denkmäler: Zumindest das Gebirgsjäger(?)-Denkmal in Floria kenne ich. Dort gibt es ja eine "konfrontative" Anordnung - dieses Denkmal auf der einen, das der Opfer gegenüber auf der anderen Straßenseite. Das soll ruhig so bleiben - auch wenn das "deutsche" Denkmal gelegentlich zum Ort höchst fragwürdiger Gedenkfeiern geworden ist.

Die Liste der Gedenkorte Europa kannte ich noch nicht, die darin beschriebenen Denkmäler schon so ziemlich alle. Das in Kondomári habe ich nicht gefunden, jetzt weiß ich etwas genauer, wo ich suchen muss.

Das Buchprojekt: Arbeitstitel "Wanderungen auf den Wegen des Widerstands". Idee: Individualtouristen an der Südküste Geschichte näher zu bringen, indem sie auf Partisanenwegen, Teilen der Kreiperoute oder einfach im Umfeld von den Orten der Kriegsverbrechen wandern, dabei gewissermaßen "laufend" Erkenntnisse gewinnen. So gibt es beispielsweise gleich ein kleines Bündel von Routenvorschlägen um Koustogérako oder auch einige um die Voriní Trípa oberhalb von Nithavrí. Hab gerade mal zusammengezählt, es sind 38 Wanderungen. Bin auf dem Endspurt, Ende Oktober ist Abgabe, beim Kretabuchverlag von Thoma Balistier.

Was noch aussteht ist unter anderem ein Besuch bei Karina Raecks Andartis auf der Diretissima, also der Schlucht bei Vorízia, und das Achláda-Tal bei Koustogérako. Und zur Karina nach Berlin müsste ich auch.

LG

holly

holly
20.September.2017, 08:38
Hallo kv

Ich habe noch 2 sehr konkrete Fragen zu kleinen "Denkmälern" und ihrer Geschichte, die ich bisher nicht in Erfahrung bringen konnte:

Bei Moní im Selino gibt es im Hof der Kirchenanlage Panagía Kéra ein Grab, auf dessen Grabstein zu lesen ist, dass der Bestattete "von den Deutschen" ermordet worden ist.
Und wenn man von Koustogérako über die Polifímos-Höhle zum E4 runterwandert, kommt man an einer Gedenkstele mit Kreuz vorbei, die an einen ebenfalls "von den Deutschen" ermordeten jungen Mann erinnert.

Für Infos bin ich dankbar.

holly

Ulli
20.September.2017, 08:49
Das Buchprojekt: Arbeitstitel "Wanderungen auf den Wegen des Widerstands". Idee: Individualtouristen an der Südküste Geschichte näher zu bringen, indem sie auf Partisanenwegen, Teilen der Kreiperoute oder einfach im Umfeld von den Orten der Kriegsverbrechen wandern, dabei gewissermaßen "laufend" Erkenntnisse gewinnen.



Das klingt sehr interessant, Holly, vielen Dank!
Lass es uns wissen, wenn das Buch zum Verkauf steht, ich möchte auf jeden Fall eins.

Jemand gab dir den Tipp, dich mit den Betreibern von Kreta-Wiki in Verbindung zu setzen.
Das würde ich dir auch vorschlagen, Annette Windgasse (http://www.kreta-wiki.de/wiki/Kreta-Wiki:Impressum) kann dir bestimmt bei der Suche weiterhelfen.

holly
20.September.2017, 09:11
Das klingt sehr interessant, Holly, vielen Dank!
Lass es uns wissen, wenn das Buch zum Verkauf steht, ich möchte auf jeden Fall eins.

Jemand gab dir den Tipp, dich mit den Betreibern von Kreta-Wiki in Verbindung zu setzen.
Das würde ich dir auch vorschlagen.

Ich hatte vor etwa zwei Jahren mal Kontakt zu awi und habe von ihr die Erlaubnis, aus dem Kreta-Wiki zu pflücken, was ich brauche. Inzwischen habe ich aber auch einiges an Material, das ich gerne dort einstellen möchte, aber mit dem Kontakt klappt es jetzt trotz gelegentlicher Anfragen von meiner Seite nicht mehr.

holly

kokkinos vrachos
20.September.2017, 10:48
Das Buchprojekt: Arbeitstitel "Wanderungen auf den Wegen des Widerstands". Idee: Individualtouristen an der Südküste Geschichte näher zu bringen, indem sie auf Partisanenwegen, Teilen der Kreiperoute oder einfach im Umfeld von den Orten der Kriegsverbrechen wandern, dabei gewissermaßen "laufend" Erkenntnisse gewinnen. So gibt es beispielsweise gleich ein kleines Bündel von Routenvorschlägen um Koustogérako oder auch einige um die Voriní Trípa oberhalb von Nithavrí. Hab gerade mal zusammengezählt, es sind 38 Wanderungen. Bin auf dem Endspurt, Ende Oktober ist Abgabe, beim Kretabuchverlag von Thoma Balistier.

Was noch aussteht ist unter anderem ein Besuch bei Karina Raecks Andartis auf der Diretissima, also der Schlucht bei Vorízia, und das Achláda-Tal bei Koustogérako. Und zur Karina nach Berlin müsste ich auch.

LG

holly

Kalimera holly, schönes Projekt, ich nehme auch auf jeden fall ein Buch. Bis jetzt ist mir nur das Buch-Projekt Partisanenpfade im Piemont bekannt.

Im Mai 2016 bin ich mit einigen Freunden die letzten Tage/Etappe der "Kreipe-Wanderung" nachgewandert, bis zum Peristeres Beach. Am Peristeres Beach gibt es inzwischen eine Hinweistafel die auf das Ereignis hinweist.

Karina Raeck habe ich im Oktober 2016 in Berlin bei der Ausstellung Zeit des Schreckens über die Invasion der deutschen Wehrmacht von Kreta im April 1941 kennen gelernt. Eine tolle Frau.

vg aus Hamburg, kv

kokkinos vrachos
20.September.2017, 10:54
Hallo kv

Ich habe noch 2 sehr konkrete Fragen zu kleinen "Denkmälern" und ihrer Geschichte, die ich bisher nicht in Erfahrung bringen konnte:

Bei Moní im Selino gibt es im Hof der Kirchenanlage Panagía Kéra ein Grab, auf dessen Grabstein zu lesen ist, dass der Bestattete "von den Deutschen" ermordet worden ist.
Und wenn man von Koustogérako über die Polifímos-Höhle zum E4 runterwandert, kommt man an einer Gedenkstele mit Kreuz vorbei, die an einen ebenfalls "von den Deutschen" ermordeten jungen Mann erinnert.

Für Infos bin ich dankbar.

holly

da kann ich dir auch nicht weitehlefen. Das Beste wäre, vor Ort nachfragen.

vg, kv

holly
20.September.2017, 19:04
Kalimera holly, schönes Projekt, ich nehme auch auf jeden fall ein Buch. Bis jetzt ist mir nur das Buch-Projekt Partisanenpfade im Piemont bekannt.

Im Mai 2016 bin ich mit einigen Freunden die letzten Tage/Etappe der "Kreipe-Wanderung" nachgewandert, bis zum Peristeres Beach. Am Peristeres Beach gibt es inzwischen eine Hinweistafel die auf das Ereignis hinweist.

Karina Raeck habe ich im Oktober 2016 in Berlin bei der Ausstellung Zeit des Schreckens über die Invasion der deutschen Wehrmacht von Kreta im April 1941 kennen gelernt. Eine tolle Frau.

vg aus Hamburg, kv

Das macht hat mich neugierig. Letzte Etappe? Von Alónes über den Krionerítis? Haben wir uns vergangenes Jahr drübergeschafft. Und in Peristéres waren wir auch. Kommt beides auch ins Buch.

Karina habe ich Mitte der 80er Jahren zufällig auf dem Flughafen in Athen kennengelernt, noch vor dem Andártis. Da hatte sie gerade die Sfákia entdeckt. Ja, tolle Frau.

Ins Buch soll ein Interview mit ihr.

Kaló Vrádi

holly

Kithira
5.January.2018, 17:46
Vom 29. Juni bis zum 6. August 1945 war auf Kreta eine Kommission unterwegs, die von der griechischen Regierung unter Pétros Voúlgaris den Auftrag erhalten hatte, die Gräueltaten der deutschen und italienischen Besatzungsmacht auf Kreta während des Zweiten Weltkriegs zu dokumentieren. Die Kommission bestand aus dem griechischen Schriftsteller Níkos Kazantzákis, den Professoren Ioánnis Kakridís und Ioánnis Kalitsounákis sowie dem Fotografen Kóstas Koutoulákis.
Der „Bericht der zentralen Kommission zur Feststellung der Gräueltaten auf Kreta“ wurde anschließend dem griechischen Außenministerium übergeben. Was aus ihm wurde, ist unbekannt.

Glücklicherweise hatte Nikos Kazantzakis seinem Freund Pandelís Prevelákis eine Erstfassung des Berichts zukommen lassen; Prevelákis wiederum über gab sein Exemplar später dem Historischen und Volkskundlichen Museum Heraklion, wo sich das Archiv von Níkos Kazantzákis befindet.
So konnte die Stadt Heraklion im Jahr 1983 den Bericht der Kommission veröffentlichen, versehen mit einem Vorwort des Bürgermeisters Manolis Karéllis und ausgestattet mit Fotografien von K. Koutoulákis....

Zitat aus einem Artikel von Markus List im Hellas-Bulletin, 2015-3/ Dez.2015, http://www.hellasfreunde.ch/301_Bulletin_15-3_2015_12_01_farbig.pdf


Dieser Bericht ist jetzt in deutscher Übersetzung erschienen.
http://www.historical-museum.gr/store/product.php?id_product=419
ISBN 978-960-9480-39-0, EUR 8,-.

Tipota
4.February.2018, 11:40
Der Deutsch-Amerikaner Stephan D.Yadi McNeal lebt in Episkopi auf Kreta und hat mehrere Bücher(z.B. Das Dorf der Frauen) über die deutsche Besatzung in Griechenland und Kreta geschrieben.
Nur den Namen eingeben,dann kommt was.
Gruß Thomas

kiki
4.February.2018, 11:52
"Das Dorf der Witwen" , habe eine Leseprobe gelesen, war gut geschrieben https://www.bod.de/buchshop/das-dorf-der-witwen-stephan-d-yada-mc-neal-9783744838139

Kithira
25.August.2020, 11:22
Der „Bericht der zentralen Kommission zur Feststellung der Gräueltaten auf Kreta“ ist jetzt in deutscher Übersetzung erschienen.
http://www.historical-museum.gr/store/product.php?id_product=419

Der Bericht in einer anderen Übersetzung ist auch in einer neuen Publikation der Edition Romiosini enthalten: "Die »Neue Ordnung« in Griechenland 1941–1944", hg. von Nikolas Pissis und Dimitris Karydas.
https://www.cemog.fu-berlin.de/newsletter/newsletter-archiv/cemog-newsletter-18/lesenswert.html

Nach Anmeldung kostenlos online lesbar:
https://bibliothek.edition-romiosini.de/catalog/book/39

Ferdinand
4.April.2021, 14:00
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste veranstaltet am 21.April, 18:00 - 19:30 im digitalen ASF-Salon zum Thema 80 Jahre nach dem Überfall auf Griechenland
Deutschlands Kriegsschuld und Verantwortung , ein Gespräch mit Hilde Schramm und Aris Radiopoulos.
Es soll eine Videokonferenz mit Zoom stattfinden. Näheres unter : https://www.asf-ev.de/de/infothek/aktionen-und-kampagnen/asf-salon/
VlG Ferdinand

Kithira
6.April.2021, 12:13
Trauriger Jahrestag:
Zweiter Weltkrieg in Griechenland:"Die zweite Schuld"
80 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf Griechenland bleibt Athen dabei: Deutschland schuldet dem 1941 bis 1944 besetzten Land Milliarden Euro. Berlin lehnt Reparationsverhandlungen ab."

SZ: https://www.sueddeutsche.de/politik/zweiter-weltkrieg-griechenland-reparationen-1.5255601

SPON: https://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-fordert-weiterhin-reparationen-von-deutschland-fuer-angriffe-im-zweiten-weltkrieg-a-0b913328-9445-41ff-85c2-1696e6552175

Μάρκος
13.April.2021, 15:40
Überfall der Fallschirmspringer auf Kreta 2021

Für Unruhe sorgt auf Kreta das Vorhaben der „European Paratroopers Association“, zum 80. Jahrestag des Fallschirmjägerangriffs 1941 auf Kreta („Unternehmen Merkur“) für die „tapferen“ Fallschirmjäger von Nazi-Deutschland ein ehrendes Gedenken zu veranstalten.
Die Veranstaltung soll vom 17. - 23. Mai unter dem Titel „Kreta Memorial“ stattfinden, geplant sind auch Fallschirmabsprünge auf dem historischen Gelände bei Maleme.
Unbekannt ist, ob sich der Verband wegen dieser Veranstaltung an die örtlichen Behörden von Chania oder Kreta gewendet hat und ob er eine entsprechende Erlaubnis erhalten hat. Für die Teilnahme am „Kreta Memorial“ ist die Mitgliedschaft bei der „European Paratroopers Association“ Voraussetzung, die Teilnahmegebühr beträgt 365 € pro Person.
Einer, der gegen diese Veranstaltung protestiert, ist Aristomenis Syngelakis vom Nationalrat zur Einforderung der deutschen Entschädigungen:
„DIE DEUTSCHEN KOMMEN WIEDER!
Sie wollen im Mai in Chania den 80. Jahrestag der Schlacht um Kreta feiern!
GESAMTKRETISCHER AUFSTAND GEGEN SIE!"
Er fragt:
"Werden die Bewunderer der Nazis vielleicht auch die Tausende Opfer der Nazi-Bestialität auf Kreta und in ganz Griechenland ehren, welche die „bewundernswerten Ritter der Wehrmacht“ abgeschlachtet haben?"

Ulli
13.April.2021, 17:29
Kreta besiegt erneut die Nazis - die Veranstaltung der europäischen Fallschirmjäger wurde abgesagt (https://www.huffingtonpost.gr/entry/e-krete-nikese-kai-pali-toes-nazi_gr_607593c9e4b0fcee71a2651d)

Nach massiven Protesten seitens der griechischen Presse, der örtlichen Behörden und eines großen Teils der Bevölkerung, wurde die Veranstaltung offenbar abgeblasen, jedenfalls ist auf der Website nichts mehr zu finden.

Der Bürgermeister von Chania, Panagiotis Simandirakis, berichtet, dass sein Telefon am Morgen nicht aufgehört hat zu läuten.

Es wird daran erinnert, dass man auf Kreta immer noch Schwarz trägt für diejenigen, die bei Vergeltungsaktionen für die deutschen Fallschirmjäger der Nazis ermordet wurden (mehr als 40 Dörfer wurden zerstört und Hunderte Zivilisten kamen ums Leben), und dass es ohne Erinnerung keine Versöhnung der Völker geben kann.

Interessant ist auch, dass die Organisation heute ihr Organigramm geändert und zwei ihrer drei griechischen Mitglieder, die auf dem 'Board of Directors' zu finden waren, und von denen einer ein Polizist im Dienst ist, aus dem Vorstand flugs eliminiert hat.

Panaroma23
13.April.2021, 20:25
Erstaunlich wie schnell wie massiv und wie effektiv sich hier der Widerstand gegen diese Veranstaltung formiert hat. Das ist gut so. ΜΠΡΑΒΟ ΣΑΣ!

Kithira
27.April.2021, 08:43
Hier noch ein Artikel von Wassilis Aswestopoulos auf Telepolis zum Thema:
Griechenland: Geschichtsrevisionistische Fiesta auf Kreta - https://www.heise.de/tp/features/Griechenland-Geschichtsrevisionistische-Fiesta-auf-Kreta-6021118.html

Ferdinand
28.April.2021, 21:30
Die Aufzeichnung des ASF Salon: 80 Jahre nach dem Überfall auf Griechenland
https://www.youtube.com/watch?v=FOuDaITYZ8U
VlG Ferdinand