AW: Archäologie auf Kreta
oh, Godolella/Jochen,
danke für Deine Hinweise! (heute erst gelesen) Ja, es gibt viel zu forschen. (ein Glück, dass nicht jeder alles selbst erforschen muss, sondern auch auf diverse andere Forschungsergebnisse und auf verschiedenste Medien zurückgreifen kann.)
Das war eigentlich auch nur mein Ansatz.
Ein aus meiner sehr individuellen Sicht interessantes archäologisches Thema wird sicher auch nicht alle interessieren; ich spreche es mal trotzdem an; auch auf die Gefahr hin, dass ich die einzige HIER bin:
Bei Gortyn gibt es einen "temple of egyptian gods", unweit der in Stein gemeißelten Gesetzestafeln, dort wo die meisten Touristen früher oder später mal vorbeikommen.
Den ägyptischen Tempel fand ich schließlich versteckt im Olivenhain, eingezäunt, von der Natur überwuchert, keinerlei Hinweis auf eine Besichtigungsmöglcihkeit. Beim Ticketkauf für Gortyn habe ich selbstverständlich auch danach gefragt; man konnte mir dort nichts darüber sagen. Internet, Bücher? Fehlanzeige! Man muss schon Schleichwege ausfindig machen, wenn man darüber etwas wissen möchte. Ich finde es einfach schade. Werde mich demnächst mal etwas intensiver mit dem Kreta-Umweltforum auseinander setzen und bitte um Nachsicht, falls ich diese Sehenswürdigkeit schon mal an einer anderen Stelle hier angesprochen habe. Naja, eine Sehenswürdigkeit ist es soo, wie man es derzeit sehen kann, nur sehr bedingt.
Manchmal wird man dort fündig, wo man es am wenigsten erwartet; in diesem Fall bekam ich einen sehr aufschlußreichen Hinweis aus dem Ägyptologie-Forum. Für mich immer wieder spannend zu sehen, wie vielfältig die Verbindungen vor längst vergangener Zeit bereits waren und was davon übrig blieb.
Rena
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Wir waren 2020 dort bis zur Kirche (mit Corona-Masken:rolleyes: ) es wäre auch noch weiter gegangen...
Zäune waren da, aber kein Mensch, was soll's....
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Bierherstellung in Zominthos
Kalo Mina!
Die Siedlung Zominthos vor der Nidahochebene bietet auch sehr interessante Neuigkeiten, seit letztem Jahr für Besucher geöffnet.
Das 'Archaeoligical Institute of Am." meint, es wäre interessant zu untersuchen, ob Zominthos eine antike Brauerei beherbergt haben könnte, da das Nida-Plateau ein gutes Klima für den Anbau von Getreide bietet, das kühlere Bedingungen bevorzugt (wie z. B. Gerste). Diese Theorie könnte auch den Zweck einiger Keramikfunde erklären. So könnte beispielsweise der Gefäßboden mit Fingerabdrücken der Sockel einer Handmühle gewesen sein, mit der Getreide zu Mehl vermahlen wurde. Die Lekanes und Kymbe könnten während des Gärprozesses verwendet worden sein. Auch das „florale“ Muster auf der in Raum 15 gefundenen Rhyta (Trinkgefäß) ähnelt eher einem Getreidehalm als einer Blüte, möglicherweise Sorghum oder Gerste. Sorghum (und Gerste) lassen sich ebenfalls zu einem Getränk/Bier vergoren, und diese Darstellung würde zur Verwendung einer Rhyta passen. Die Existenz einer Brauerei in Zominthos würde auch zur Töpferwarenherstellung an einem so abgelegenen Ort passen, da es wenig Sinn ergäbe, Töpferwaren in den Bergen und fernab der Küste (angesichts der Transportschwierigkeiten) herzustellen, es sei denn, sie dienten dort der Herstellung, Aufbewahrung und dem Transport eines wertvolleren Gutes. Ein Artikel von Jiajing Wang („Frühe Hinweise auf Bierkonsum in einem 9000 Jahre alten Plattformhügel in Südchina“) beschreibt die Methoden, mit denen man nachweisen kann, ob Töpferwaren zur Aufbewahrung von Alkohol verwendet wurden. Es wäre interessant zu sehen, was ähnliche Untersuchungen der in Zominthos gefundenen Töpferwaren ergeben würden.
In der Keramikwerkstatt wurden u.a. zwei rätselhafte „Lekanes“ gefunden.
Es gibt keine Parallelen in der minoischen Archäologie. Obwohl sie modernen Saftpressen ähneln, ist ihre Funktion unklar. Der Ausguss war zum Ausgießen von Flüssigkeiten bestimmt, daher vermuten wir, dass sie entweder bei der Keramikherstellung oder zum Auspressen von Obst und Gemüse verwendet wurden..."
In 'Archaeoligical Institute of Am.' in englisch.
und minoancrete.com
LG, Tom
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Gortyna: 450 Mäuse Skelettfunde
Neue Ausgrabungen im heiligen Bereich des Apollontempels von Gortyna von der Italienischen Archäologischen Schule von Athen und Anderen ausgeführt, ergaben zahlreiche Funde und die Überreste von mehr als 450 Mäuseskeletten.
"...Dieser Fund lässt die Annahme zu, dass Apollo Smintheas, der Gott der Reinigung und Beschützer vor Nagetieren, in Gortyna verehrt wurde, möglicherweise zusammen mit Apollo Pythius, der in der hellenistischen Zeit belegt ist.
Die Forschungen wurden auch im benachbarten Theater fortgesetzt, wo imposante Abschnitte der Bühnenfassade, architektonische Bauteile des eingestürzten Gebäudes und dekorative Elemente wiederentdeckt wurden..."
in CNN.gr
LG,Tom
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Neue archäologische Studie von Birgitta P. Hallager:
"...Jahrzehntelang ging die Wissenschaft – basierend auf den ersten Schätzungen von Arthur Evans – davon aus, dass der Palast von Knossos während der spätminoischen Periode IIIB (LM IIIB) im Niedergang begriffen oder gar nicht mehr in Betrieb war. Eine systematische Neubewertung archäologischer Funde und lokaler Keramik belegt jedoch die Existenz eines lebendigen Netzwerks...
Die Studie legt besonderen Wert auf den Vergleich zwischen Knossos und Kydonia , den beiden führenden städtischen und politischen Zentren Kretas jener Zeit. Bemerkenswert ist, dass dies die einzigen Städte der Insel sind, in denen Linear-B-Tafeln gefunden wurden, die auf ein hochentwickeltes Verwaltungssystem mykenischer Prägung hinweisen..."
apokoronaslife.gr
LG, Tom
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Onithé bei Goulediana
Onithé /Phalanna bei Goulediana /Reth könnte ein frühes Siedlungszentrum für das alte Rhithymna gewesen sein, das später zum heutigen Rethymno wuchs. Dieses Siedlungsmodell mit einem primären Zentrum in einem Hochland und einem sekundären Zentrum in einem Tieflandgebiet oder Hafen ist im alten Kreta nicht ungewöhnlich. geotour.gr
Die Blütezeit der Stadt war 700-600BC, aber Spuren der menschlichen Präsenz stammen auch aus der Jungsteinzeit 4000 BC.
Auf dem Berg (~500müN), südlich von Gouledianá /Rethymno, werden erneute Ausgrabungen von Rethymno unter der Leitung des Archäologen Kyriakos Psaroudakis durchgeführt werden. Ein aktueller Bericht von creta24.gr.
Als Übersicht aller Sehenswürdigkeiten dort die archaeolog-wiki.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Taverne 'Goules' in Gouledianá.
LG, Tom
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