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Thema: Imbros - na ja!

  1. #1
    Dörte Gast

    Standard Imbros - na ja!

    Hallo zusammen,

    die eine oder andere Schlucht auf Kreta haben wir ja schon durchwandert. Diesmal war Imbros auf dem Plan.

    Natürlich hab ich vorher einiges drüber gelesen:

    - imponierendste Schlucht nach der Samaria
    - auch im Sommer viel Schatten, daher kühl, Jacke mitnehmen
    - die Schlucht ist geprägt durch steile Felswände, die eng beieinander stehen
    - stark besucht, Gänsemarsch
    - anspruchslose Wanderung, da auf dem Schluchtgrund

    Wenn ich jetzt einen Punkt davon bestätigen soll, tu ich mich echt schwer!
    Ich kenn die Samaria-Schlucht nicht, aber ich fand z.B. Agiofarango oder die Red-Butterfly-Schlucht bei Koutsouras wesentlich eindrucksvoller als die Imbros.
    Schatten hatten wir tatsächlich da, wo sich die Feldwände fast berührten, aber das macht etwa 5% der Schlucht aus. Der Rest ist recht uninteressant und in praller Sonne.
    So stark besucht wie befürchtet war sie glücklicherweise nicht, ein Pluspunkt!
    Als anspruchslos würde ich die Wanderung auch nicht bezeichnen, denn die meiste Zeit geht es über grobes Geröll. Das geht dermaßen über die Füße, selbst mit Wanderschuhen ist es alles andere als ein Genuß!

    Sicherlich, da, wo die Feldwände hoch sind und die Schlucht schmal, ist es eindrucksvoll, aber der Rest der 8 km ist echt langweilig! Da sind der Lattengrund unterhalb der Schrammstein-Aussicht und die Stiege hoch zu selbiger im Elbsandsteingebirge um ein Vielfaches eindrucksvoller.

    Fazit: wir waren enttäuscht von der Imbros-Schlucht!

    Liebe Grüße

    Dörte

  2. #2
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    Hallo Dörte,

    ehrlich gesagt, kann ich Deine Erfahrungen nicht ganz nachvollziehen.
    Gut, Schönheit, auch die einer Landschaft, liegt immer im Auge des Betrachters.
    Langweilig ist die Wanderung aber nun wirklich nicht. Wenn man sich die Zeit
    nimmt, sich umzusehen, entdeckt man Dinge, die es nur dort gibt.
    Ich kann mich auch nicht entsinnen, daß mir die Sonne arg zugesetzt
    hätte.
    Im Übrigen haben es Schluchten, insbesondere an der Sohle, so an sich,
    daß sich dort das Geröll sammelt und "überwunden" werden muß, was aber in der Imbros-Schlucht nicht wirklich ein Problem darstellt.
    Die Samaria-Schlucht steckte bedeutend länger in den Knochen.
    Im letzen Jahr haben Anja und ich die Schlucht zu zweiten Mal durchwandert,
    zusammen mit Katka und Matt, die beiden fanden sie auch interessant.
    Wie gesagt, die Geschmäcker sind verschieden, was dem einen Spaß macht,
    findet der andere öde.
    Bitte, liebe Dörte, ich möchte Dich nicht kritiseren, es sind lediglich
    meine (unsere) Erfahrungen.

    VG Thomas
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    Holzwege eröffen einem oft neue Perspektiven. Allerdings enden sie über kurz oder lang im Wald.


  3. #3
    Rena Gast

    Standard AW: Imbros - na ja!

    Auch ich kann nur sagen, dass wir die Imbros-Schlucht sehr schön fanden. Wir sind im letzten Jahr im Juni dort durch gewandert, fanden sie landschaftlich sehr reizvoll, weil ständig anders - von schroff bis sehr grün. Die Länge von 8 Km fanden wir auch sehr angenehm zu laufen, ohne danach total im Eimer zu sein. Das bißchen Geröll am Grund war nun wirklich nicht schwer zu überwinden.
    Am angenehmsten empfanden wir, dass die Schlucht nicht sehr frequentiert war. Man konnte in aller Ruhe überall stehenbleiben, genieß, fotografieren usw.

    Naja, jeder empfindet das wohl anders.

    Gruß, Rena

  4. #4
    Dörte Gast

    Standard AW: Imbros - na ja!

    Hallo Thomas,

    ich fühl mich nicht kritisiert, das gleich vorweg.

    Es ist ja auch nur unser Eindruck. Und der deckt sich eben nicht mit dem, was wir über die Imbros-Schlucht hörten und lasen.

    Für uns war eben das beste an der Imbros-Tour die Fahrt im offenen Pickup von Komitades nach Imbros. Die Felswände waren okay, aber eben nicht so eindrucksvoll wie einiges, was ich vorher sah. Ich sag auch nicht, dass es unspektakulär ist, aber es macht eben nur einen klitzekleinen Teil der Schlucht aus. Des Lobes zuviel für meine Begriffe.

    Die meisten Schluchten auf Kreta - zumindest die ich kenne - sind wegemäßig weniger geröllträchtig, sondern eher sandig oder felsig. Liegt vielleicht daran, dass meist ein Flüßchen unten fließt.

    Aber nach dem, was ich las, hätt da eher sowas erwartet wie auf diesen Fotos; und das auf 8 km Länge!

    Liebe Grüße

    Dörte
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  5. #5
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    Hallihallo!
    Mit Euren doch recht unterschiedlichen Meinungen zur Imbrosschlucht macht ihr mich jetzt recht neugierig.Nachdem ich vor drei Jahren absolut begeistert durch die Samaria gewandert bin,würde mich auch Imbros sehr reizen.Allerdings hab ich hierzu zwei Fragen:zum Einen bin ich alleine unterwegs und würde auch die Schlucht alleine durchwandern.Ist das vielleicht doch zu gefährlich,oder seht ihr das nicht als Problem?Zum anderen wäre da der Rückweg von Kommitades nach Imbros,wo ja schließlich das Auto warten würde.Gibt es hier gereglte Möglichkeiten,wie Busverbindungen?
    Danke für eure Antworten,Gruß
    Stephan
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    Stillstand ist Rückschritt...aber das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht...

  6. #6
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    Hallo zusammen,

    ich habe notgedrungen die Imbros-Schlucht im letzten Mai durchlaufen. Notgedrungen deshalb, weil ursprünglich die Samaria-Schlucht geplant war, aber schon bei der Hinfahrt wurde im Bus durchgegeben, dass wegen zu starken Windes keine Boote nach Chora Sfakion fahren.

    Ich fand die Schlucht sehr interessant, mit schönen Pflanzen und lauschigen Ruheplätzchen. Nicht unbedingt sehr anspruchsvoll was die Kondition betrifft, daher erholsam und entspannend.

    Gruß
    Astiraki

  7. #7
    Dörte Gast

    Standard AW: Imbros - na ja!

    Hallo Stephan,

    Hin & Rückfahrt ist kein Problem, die Leute in Komitades haben sich drauf eingestellt.

    Liebe Grüße

    Dörte
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  8. #8
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    Kommt natuerlich darauf an wo man wohnt, aber wir sind mit dem Auto nach Komitades,haben dort geparkt, gefruehstueckt und sind um 8 Uhr die Schlucht hochmarschiert, haben kurz vor dem Ausgang wieder umgedreht und sind zum Auto retour. Dann kann man um etwa 13 Uhr (oder auch spaeter) noch schoen essen und dann gemuetlich an der Suedkueste baden fahren.
    Morgens beim Hochgehen ist es nicht so heiss und das Runtergehen ist spaeter dann auch nicht so schlimm, wenn es schon waermer ist.
    Da wir so frueh dran waren, haben wir nicht mal Eintritt bezahlt.

    Lisi

    P.S. Wir waren im August unterwegs.

  9. #9
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    @Dörte...gut dann werde ich mir die Tour mal überlegen.Kann mir gut vorstellen,daß die Einheimischen daraus ein Geschäft machen!
    @Lisi...Ich denke mal,da ich vorher noch von Pitsidia aus anreißen muß,wird diese Doppeltour nicht in Frage kommen aus Zeitgründen.Werde die Schlucht runterwandern und anschließend in Chora Sfakion Quartier beziehen,um am nächsten Tag zurückzufahren...zwar etwas aufwendig,aber ich denke für die Schlucht lohnt es sich,oder?
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  10. #10
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    Standard AW: Imbros - na ja!

    Also ich finde die Imbros auch ganz gut.
    Mittelmäßig schwierig, nicht zu überlaufen und nicht zu lange zu gehen.

    Machen wir immer wieder mal, weils schön ist, und es dann unten bei Niko auf dem Sofa einen schönen Kaffee gibt.
    Der Niko (das ist der weinrote Pickup auf dem Foto) macht das übrigens toll mit seinem Pickup, die Leute wieder von Komitades hoch nach Imbros zu fahren.
    Und wenn man ein paar Minuten wartet, bis die Fuhre komplett ist, ists auch gar nicht teuer !
    @Dörte. vielleicht magst Du demnächst mal die Kallikratisschlucht gehen, das war ein echtes Erlebnis.
    Nicht weils vielleicht besonders wagemutig oder so gewesen wäre, sondern einfach weil man da alleine ist, mit sich und seiner Schlucht. Ruhe pur !

    Gruß hermann

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