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Franks Reisebericht Kreta 2019
Liebe Kretafreunde,
auch dieses Jahr hatten wir wieder die Freude Kreta besuchen zu können. Gerne teile ich wieder einige Erlebnisse mit Euch. Leider sind wir diesmal nicht ganz so aktiv gewesen wie in den letzten Jahren. Ich hoffe aber, dass Ihr trotzdem wieder Spaß beim Raten und Lesen habt. Ich suche gleich noch das erste Ratebild heraus und dann geht es, wie Ihr es schon kennt los.
Sobald das Bilderrätsel gelöst ist, kommt der erste Teil des Berichts und nach und nach folgen dann die weiteren Bilder und Berichtsteile.
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Wo liegt unsere Unterkunft?
So, hier ist das erste Foto. Wie heißt der Ort, den ich hier am späten Abend fotografiert habe und von welchem Ort aus, könnte ich das Bild gemacht haben?
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Hallo Frank
schön, das Du wieder etwas schreibst.
Nachtaufnahmen sind natürlich sehr speziell, da kann ich wirklich nur raten. Könnte das Plakias sein ?
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Zitat:
Zitat von
Warspite
Hallo Frank
schön, das Du wieder etwas schreibst.
Nachtaufnahmen sind natürlich sehr speziell, da kann ich wirklich nur raten. Könnte das Plakias sein ?
Guten Abend Warspite,
Plakias ist es nicht. Obwohl es passen könnte vom Motiv. Jedoch ist oberhalb nicht soviel Licht wie hier. Ich wollte es Euch Profis mal nicht ganz so einfach machen. Bin heute Abend auch nicht mehr Online. Vielleicht habt Ihr es ja bis morgen schon raus.
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Nordküste? Blick auf Akrotiri?
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Inke
Nordküste? Blick auf Akrotiri?
Hallo Inke, die Nordküste ist schon mal korrekt. Akrotiri ist es aber nicht.
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kiki
Mittlere Nordküste ?
Hallo Kiki, die mittlere Nordküste ist es nicht.
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Zitat von
plakias-Marion
Kissamos???
Gruß Marion
Hallo Marion, Kissamos ist es auch nicht.
Jetzt habe Ihr ja schon mal Westen und Mitte ausgeschlossen...
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Gwg_49
Limenas Chersonisou
Hallo Günter, das ist es nicht - wir waren weiter östlich.
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Sitia oder Agios Nikolaos?
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Könnte auch Elounda sein Richtung Plaka
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Elounda
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red snapper
könnte auch elounda sein richtung plaka
bingo!
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Abreise von Düsseldorf nach Heraklion
Obwohl wir eine der ersten Maschinen gebucht hatten, die von Düsseldorf aus starteten, hatten wir gleich mal 20 Minuten Verspätung. Ist aber auch irgendwie klar, wenn auf den Anzeigetafeln liest, dass um die gleiche Uhrzeit mehrere Maschinen starten sollen, kann das wohl nicht klappen bei nur einer Startbahn.
Die Zeit holte der Flieger dann in der Luft wieder auf und wir landeten pünktlich in Heraklion. Koffer kamen auch recht flott aufs Band und unser Autovermieter wartete schon mit drei am Straßenrand geparkten Fahrzeugen auf uns. Auf der inzwischen sehr gut ausgebauten Strecke hatten wir eine ruhige Fahrt bis nach Elounda. Vor dem Cafe Eden trafen wir uns mit Monique, unserer Vermieterin. Sie hatte sich etwas verspätet, weil sie noch einkaufen war. Was wir da noch nicht wussten, der ganze Einkauf war für uns gedacht. Gemeinsam fuhren wir dann zum Haus, wo Sergé bereits auf uns wartete.
Unser Haus liegt oberhalb von Elounda in Epano Pines, mit Blick auf die ganze Bucht, einfach herrlich. Monique und Sergé erklärten uns das Haus, welches sie selbst regelmäßig bewohnen und verabschiedeten sich dann nach einer netten Unterhaltung und einem Begrüßungsouzo. Den Kühlschrank hatte Monique rappelvoll gepackt mit allem was man sich denken kann. Wir haben ja schon oft nette Begrüßungspakete bekommen aber das hier sprengte wirklich jede Vorstellung. Eigentlich wollten wir am ersten Abend ja irgendwo zum Essen fahren. Da aber nun so viel eingekauft war, Fleisch inclusive, haben wir zu Hause gekocht und neben dem Essen das tolle Panorama genossen.
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Schade, dass ich diesen Winter nicht in Rousa Limni bin, sonst könten wir mit mein kaik ein schöne Bootsfahrt von Agios nach Elounda machen.
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Nette Taverne
Zeit für das nächste Ratebild.
Wo findet man diese nette Taverne?
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Inke
In Plaka?
Plaka ist es nicht. Da liegen beinahe alle Tavernen am Meer.
Die Taverne, die wir uns ausgesucht hatten, liegt an einem kleinen Dorfplatz.
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Auf dem Weg zur Lassithi?
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Zitat:
Zitat von
Reisezottel
Auf dem Weg zur Lassithi?
Wenn man von unserem Standort in Richtung Lassithi fährt, kann man dort vorbeikommen.
Zitat:
Zitat von
krassi
Vielleicht in Kritsa?
Kritsa ist es nicht.
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Das sieht nach Fourni aus.
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Zitat von
der Johannes
Das sieht nach Fourni aus.
Genau das ist es! Du warst bestimmt schon mal dort.:blink:
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Erkunden der Gegend um Epano Pines
Erst einmal ein frisches Brot in Elounda geholt und dann in aller Ruhe ein gemütliches Frühstück mit der Familie. So kann man den Tag gut beginnen. Nach dem Frühstück dann musste ich gedanklich noch mal zu einer Behördenangelegenheit nach Hause. Für Claudia hatten wir ein neues Auto bestellt und das sollte nach unserem Urlaub geliefert werden. Dazu benötigten wir aber noch unbedingt die Anmeldebescheinigung des Straßenverkehrsamt. In Düsseldorf bekommt man inzwischen Onlinetermine. Was auf den ersten Blick gut wirkt, verliert an Attraktivität, wenn man feststellt, dass diese Termine kurz nach der Freigabe online innerhalb von 5 Minuten vergeben sind. Also hatte ich mir den Wecker gestellt und war einige Minuten vorher bereits auf der Seite des Straßenverkehrsamtes. So konnte ich noch einen Termin für nach unserem Urlaub ergattern. Urlaubsnachfreude war also gesichert.
Danach erkundigten Marion, Klaus, Claudia und ich die nähere Umgebung, während Mama und Papa das Haus hüteten. Über eine Schotterpiste fuhren wir oberhalb der Küstenlinie bis nach Plaka hinunter. Dort in einer Kurve dann wieder hinauf bis nach Vrouchas. Dort entdeckten wir die Taverne „Brot und Salz“. Die sah interessant aus, also merkten wir uns die schon mal vor. Im Hinterland in Richtung Napoli entdeckten wir dann noch drei Tavernen in Fourni. Den Nachmittag verbrachten wir mit Relaxen am Pool und entschlossen uns abends schließlich eine Taverne in Fourni zu testen.
Die Taverne Platanos, welche von der Hauptstraße aus mit Schildern beworben wird, erreichen wir, wenn wir durch kleine verwinkelte Gassen zum Dorfkern vordringen. Unter einer alten riesigen Platane sitzt man richtig urig. Angeboten werden verschiedene lokale Gerichte, z.B. Lamm aus dem Ofen mit „Mamas Soße“. Eine interessante Version von Horta konnten wir hier auch probieren. Das schmeckt i.d.R. wirklich überall anders, weil das Gemüse, welches manchmal ein wenig an Spinat erinnert, oft wechselt. Wir genossen hier jedenfalls einen sehr schönen Abend und wollten diesen dann wieder am Haus auf unserer Terrasse ausklingen lassen, als Papa merkte, dass seine Geldbörse „verschwunden“ war. Also startete eine Suchaktion. Im Zimmer, im Auto, auf dem Weg zum Auto –nix.
Also blieb nur noch die Taverne. Claudia und Marion sind also wieder hoch nach Fourni gefahren, wo der Wirt gerade den Laden geschlossen hatte – gemeinsam schaute man dann an den Tischen. Und das Portemonnaie war tatsächlich unter dem Stuhl auf dem Papa gesessen hatte. Ein Glück – und was für eine Erleichterung. Auf diesen Schrecken waren erst mal noch einige Raki fällig.
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Hallo,
wünsch Euch noch eine schöne Zeit.
Gruss Klaus...
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Gut geschrieben, Frank, und den Schrecken kann ich gut nachvollziehen. Glück gehabt!
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Wo waren wir hier unterwegs?
Ich hoffe, Ihr habt gestern alle einen schönen Weihnachtstag verbracht und wünsche Euch auch für die weiteren Festtage eine gute Zeit. Für alle, die dabei auch noch Spaß und Zeit zum Raten haben, hier das nächste Bild.
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Das sieht nach Cha-Schlucht aus?? Ganz schön mutig!
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Zitat:
Zitat von
krassi
Das sieht nach Cha-Schlucht aus?? Ganz schön mutig!
Nun, so mutig waren wir nicht. Die Cha-Schlucht kann man nur mit entsprechender Ausrüstung machen. Die haben wir uns von oben mal angesehen. Aber ohne Kletterausrüstung geht es wohl nicht. Der Abenteuercharakter ist aber wohl wirklich hoch. Diesmal hatten wir es aber deutlich einfacher.
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Zitat:
Zitat von
Gwg_49
Kritsa-Schlucht?
Genau die haben wir uns ausgesucht.
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Kritsaschlucht
Gut ausgeschlafen machten wir uns noch vor dem Frühstück auf zu einem kleinen Einkauf im Supermarkt am Platz in Elounda. Parken zu dieser frühen Zeit ist dort noch kein Problem. Man kann direkt vor dem Supermarkt halten und stört niemanden. Der Bäcker ist nur wenige Meter weiter und bietet genügend Brotauswahl.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer kleinen Wanderung durch die Kritsaschlucht. Die Tour kann man in verschiedenen Versionen laufen. Es bietet sich grundsätzlich an, den Wagen hinter dem Fußballstadion von Kritsa zu parken und von dort die 200 Meter zum Abzweig zur Schlucht zu laufen.
So haben wir es auch diesmal gemacht. Kurz vor Erreichen des schmalen Fußwegs, der hinab in das Bachbett führt, parkte ein größeres SUV neben uns und eine Familie, augenscheinlich aus Russland, stieg aus. Die wollten wohl auch durch die Schlucht. Man erkannte aber schon anhand deren rudimentärer Fußbekleidung, dass die höchsten einige Hundert Meter weit kommen würden und dann umkehren müssen. Letztlich war es dann auch so.
Es geht hinab ins Bachbett. Hier folgen wir dem ausgetrockneten Bachbett aufwärts nach rechts. Nach wenigen Minuten bekommen wir wieder einen Eindruck von der Schönheit dieser Schlucht und erinnern uns an die vergangenen Wanderungen hier. An einer ca. 1,5m breiten Engstelle können wir beide Schluchtwände berühren, die ca. 200m hoch emporragen. Die Felsbrocken werden im weiteren Verlauf größer. Immer wieder faszinierend, wie durch die Kraft des Wassers die Felsen glatt geschliffen wurden. Wir müssen an einigen Stellen klettern und die Hände kommen zum Einsatz. Früher gab es die jetzt vorhandenen Tritthilfen aus Eisen, die in die Felsen geschlagen wurden noch nicht. Heute ist es so relativ problemlos hier hoch zu kommen.
Der Abenteuercharakter ist trotz allem erhalten geblieben. Wenn die Schlucht im Frühjahr noch etwas mehr Wasser führt, könnte es sicher nass werden. Nach etwa 90 Minuten erreichen wir die erste Abbiegemöglichkeit aus der Schlucht heraus, die sich bis hierher schon sehr geweitet hat. Wir beigen daher hier nach rechts ab (gelbes Schild). Wenn man die Schlucht als Variante weiter hoch geht, erreicht man das Dorf Tapes. Eine dortige Taverne wird im Netz sehr widersprüchlich beschrieben. Einige loben sie in den Himmel, andere halten sie inzwischen für eine „Tourifalle“, wo man lediglich gemolken wird.
Da wir den Abzweig nehmen, testen wir das nicht selbst aus. Nach wenigen Minuten erreichen wir einen Schotterweg, dem wir nach rechts folgen. Auf der rechten Seite sehen wir einen größeren Schafspferch. Der Weg zieht leicht bergab und wir genießen die Stille und die Landschaft. Abzweige nach links oder rechts beachten wir zunächst nicht und gehen weitere geradeaus bergab. 20 Minuten sind wir nun aus der Schlucht heraus. An einer scharfen Linkskurve gehen wir weiter geradeaus auf einem unscheinbaren Eselspfad. Wenn wir dem Weg hier nach links weiter folgen, würden wir Lato erreichen (wer das sehen möchte kann auch von dort zurück zum Ausgangspunkt laufen).
Der Eselspfad verläuft zunächst links parallel zu einem Zaun und wir dann zu einem breiter gepflasterten Pfadabschnitt (sehr altes Pflaster). Der Abschnitt ist immer wieder überwachsen. Rechter Hand sehen wir eine Legesteinmauer. Schließlich erreichen wir etwa 20 Minuten später nach einer Rechtskehre einen Abschnitt, von dem man wunderbare Blicke ins Tal und später auch nach Kritsá genießen kann. Der hier schnell abwärts führende Pfad war früher einmal stark überwuchert, inzwischen aber doch sehr oft begangen und frei. Dies mag auch der Grund sein, dass sich der Wegverlauf kurz vor Erreichen eines Schotterwegs verändert hat.
Dieser Weg würde zurück zu dem kleinen Häuschen mit den Wanderhinweisen führen, das am Anfang der Schlucht steht. Jedoch führen nun rote Pfeile nach links. Offenbar ist es dem Besitzer dieses Grundstücks mit den Wanderfreunden zu viel geworden. Jedenfalls geht es jetzt hier durch Felder hindurch bis zur Verbindungsstraße nach Lato. Hier halten wir uns rechts und erreichen kurz darauf unser Auto. Die kurze Tour dauerte so insgesamt 2 Stunden für uns.
Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz beim LIDL für einen kurzen Einkauf und genossen am Nachmittag Kaffee und griechische Plätzchen.
Am Abend war dann gemeinsames Kochen und Essen mit der Familie am Haus angesagt. Vom Haus aus sahen wir dann auch wie schön Spinalonga abends angeleuchtet wird.
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Wie heißt diese Taverne?
So, wer kennt diese Taverne und weiß wie sie heißt und in welchem Dorf sie zu finden ist?
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Zitat:
Zitat von
kiki
Ich rate mal , in Plaka?
Plaka ist es nicht...
Die Taverne befindet sich nicht auf Meereshöhe.
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Hallo Frank,
erstmal vielen Dank, dass du uns hier wieder auf eure Reise mitnimmst.
Eine Frage habe ich noch: In welchem Monat fand dieser Urlaub statt?
Bei der Taverne habe ich leider keine Idee.
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Juni / juli
Zitat:
Zitat von
der Johannes
Hallo Frank,
erstmal vielen Dank, dass du uns hier wieder auf eure Reise mitnimmst.
Eine Frage habe ich noch: In welchem Monat fand dieser Urlaub statt?
Bei der Taverne habe ich leider keine Idee.
Hallo Johannes, wir waren hier im Juni/Juli unterwegs. Und die Taverne ist nicht sehr weit von Plaka entfernt.
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Brot und Salz in Vrouchas
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Zitat:
Zitat von
Gwg_49
Brot und Salz in Vrouchas
Genau!
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Ruhetag am Haus
Heute hat Papa Geburtstag. Aus diesem Grunde fällt das Frühstück mal recht opulent aus. Frischer O-Saft und Sekt dürfen da nicht fehlen. Um das alles rechtzeitig vorzubereiten, sind wir schon sehr früh aufgestanden und konnten so auch gleich noch Spinalonga im Sonnenaufgang bewundern.
Kurz nach dem Frühstück zog dann ein extrem starker Wind auf. Sogar die schweren Holzmöbel auf der Terrasse wurden verschoben. Da macht man sich schon Sorgen. Aber zum Glück ist alles heil geblieben. Der Nachmittag war dann wieder ruhiger. Toni der Poolwart kam kurz um nach dem Pool zu sehen. War aber sonst nicht sehr gesprächig. Ich nehme an, er hat viel zu tun hier in der Gegend.
Am Abend fuhren wir dann zur Taverne Brot und Salz in Vrouchas. Eine wirklich außergewöhnliche Küche. Wir probierten Leber mit Trauben und Balsamico und auch Hühnchen mit Curryreis, Trauben und Nüssen. Sehr interessant und richtig lecker. Vom Preis her auch völlig in Ordnung.
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Kapelle gesucht
Wo waren wir hier wohl unterwegs?
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Hallo Frank,
wieder ein gelungener Reisebericht von euch! Vielen Dank!
Ist das das Kirchlein an der Staße zur Chafgasschlucht? https://www.google.com/maps/place/Fa...1!4d25.6837392
LG, Tom
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Zitat:
Zitat von
Tom
Moin Tom,
da ist es nicht. Ich habe noch ein Bild von der anderen Seite, dann erkennt man durch den Hintergrund aber sofort wo es ist...
Aber wenn bis heute Nachmittag keine Lösung gefunden wurde, helfe ich natürlich :blink:
LG
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Zunächst Danke für deinen neuen Bilderrätselreisebericht!
Die Kapelle liegt meiner Meinung nach auf der linken Seite von Plaka aus, wenn man hochfährt Richtung Hochebene, wo auch das Windrad steht..
Gruss Margit
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Zitat:
Zitat von
kokkimo
Zunächst Danke für deinen neuen Bilderrätselreisebericht!
Die Kapelle liegt meiner Meinung nach auf der linken Seite von Plaka aus, wenn man hochfährt Richtung Hochebene, wo auch das Windrad steht..
Gruss Margit
Genau dort ist die Kapelle, Margit!
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Wandern am Kap
Heute hatte ich für uns nach dem Frühstück eine kleine Rundwanderung über dem Kap Agios Ioannis herausgesucht. Da wir uns den Anstieg von Plaka hinauf sparen wollten, fuhren wir zunächst ein Stück die Straße hoch in Richtung Vrouchas. Noch vor dem Dorf sehen wir auf der rechten Seite ein Hinweisschild zu einem Windpark. Hier stellten wir das Auto ab und schnürten unsere Wanderschuhe.
Auf dem hiesigen Betonweg, der leicht ansteigt kann bereits nach kurzer Zeit die sehr beeindruckende Aussicht in die Bucht und auf Spinalonga genießen. Hier oben herrscht ein recht kräftiger Wind. Offenbar hat das einige Investoren nicht abgeschreckt, hier mit Bauprojekten zu beginnen. Einige rudimentär angefangene Betonbauten zeugen davon. Ich bin aber nicht sicher, ob das hier oben wirklich Sinn macht. Zwar ist die Aussicht phänomenal, der Wind kann auf Dauer aber sicher störend sein. Unser Weg führt entlang einer Telefonleitung bis hin zu einer kleinen Kapelle. Auch dieses Bild mit der Bucht im Hintergrund ist atemberaubend schön.
Nach der mir vorliegenden Beschreibung müsste kurz danach in einer Linkskurve ein abwärts führender Pfad zu finden sein, der auf einen quasi 50 hm weiter unten parallel verlaufenden Weg stoßen soll. Jedoch sind hier offenbar die Steinmarkierungen entfernt worden. Zudem gibt es in der Linkskurve ansteigend ein weiteres Bauvorhaben und auf dem Gelände zum Meer hin ist alles zu gewuchert und teilweise eingezäunt. Also nehmen wir den eigentlich für den Rückweg geplanten Weg weiter in Richtung des Windparks. Den erreichen wir nach ca. einer Stunde.
Unfassbar wie laut diese bedrohlich wirkenden Windräder doch sind. Aber wenigstens sind sie hier sicher effektiv aufgestellt. Wind gibt es hier genug und stören tun die hässlichen Dinger hier auch niemanden. Wegen des Lärms sparen wir es uns, die noch 150 Meterweiter entfernte Kapelle Ag. Ioannis zu besuchen, drehen stattdessen eine Schleife und sind froh als wir uns von den Windrädern wieder entfernen. Dafür haben wir eine nun eine schöne Sicht auf die andere Seite des Kaps und das Meer.
Es ist hier sehr karg. Baumbestand gibt es nicht, nur sehr flache Gewächse. In einer Kurve erkennen wir schon bald wieder den Weg, auf dem wir gekommen sind in der Ferne, als ich rechter Hand einen Wirtschaftsweg bemerke. Da wir relativ wenig bis dahin gelaufen waren, probierten wir aus, wohin er führt. Von der Richtung war es ähnlich. Es stellte sich heraus, dass es ein parallel oberhalb verlaufender Weg war. Von hier kann man in der Ferne noch einige Dörfer in Richtung Westen erkennen. Schließlich erreichen wir einen großen Brunnen mit gutem Wasserstand. Große Libellen zeigen uns ihre Flugkünste. Die schillernden Farben der Tiere sind unglaublich.
Wir sehen dem Schauspiel eine kurze Zeit zu und erreichen kurz darauf wieder die Rückseite der kleinen Kapelle vom Hinweg. Von hier aus gehen wir auf dem bekannten Weg und erreichen unseren Ausgangspunkt nach etwas mehr als 2 Stunden.
Nachmittags genossen wir einen guten Kaffee auf der Terrasse. Am Abend ging es noch mal nach Fourni zum Essen. Diesmal besuchten wir die Taverne Stó Kazáni. Hier sitzt man in einem Hof an der wenig befahrenen Straße. Die Tochter des Hauses bediente uns freundlich, das Essen war gut und reichlich.
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Erkundung eines Ortes
Guten Morgen zusammen, welchen Ort habe wir uns hier angesehen?
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Ich war zwar noch nicht dort , aber evtl. Elounda?
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Zitat:
Zitat von
kiki
Ich war zwar noch nicht dort , aber evtl. Elounda?
Ok, ich sehe schon, das war dann wohl doch zu einfach.... :smiley1:
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Besuch von Elounda
Heute mal Elounda erkunden. Wir parken den Wagen etwas außerhalb und gehen zu Fuß in den Ort. Sobald man den Platz am Hafen erreicht, folgt eine Taverne auf die nächste. Einige Touristenshops gibt es. Auf mich wirkt das alles irgendwie künstlich, wobei die Boote am Hafen wirklich nett anzusehen sind. Vielleicht braucht man etwas Zeit um sich mit dem Ort besser anzufreunden. Bei vielen anderen Orten, gerade welche mit kleinem Hafen, habe ich sofort ein wohliges Gefühl. Hier nicht unbedingt sofort.
Am Abend besuchte uns Sergé, unser Vermieter. Ihm mussten wir erst einmal einen „Unfall“ mit der Kaffeemaschine beichten. Durch einen Fehler unsererseits ist der Kaffee nämlich an die Wand gespritzt und hinterließ einige unschöne braune Flecken, was Sergé aber irgendwie gar nicht so wichtig fand. Wir erzählten viel und er erklärte uns einiges zu den Bauvorhaben in der Umgebung und dem Verhältnis der Eigentümer hier oben zu den Menschen, die „unten“ in Elounda wohnen. Da gibt es tatsächlich ab und zu Streit um das Wasser. Für uns kaum vorstellbar.
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Zitat:
Bei vielen anderen Orten, gerade welche mit kleinem Hafen, habe ich sofort ein wohliges Gefühl. Hier nicht unbedingt sofort.
Wir sind 2011 durch Elounda Richtung Plaka gefahren, aber ich habe ebenfalls keinerlei Erinnerungen an diesen Ort. Man ist einfach durchgefahren.
Vieleicht wird man aber auch enfach nur von dieser wunderschönen Bucht abgelenkt.
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Elounda kenne ich nur vom Winter, da ist es ein schönes Örtchen mit Einheimischen und einige Tavernen haben auch noch auf. Auf Deinen Fotos sieht man ja vor lauter Autos fast nichts, leider, zu voll. :wut:
Unser Lieblingsort war immer an den Windmühlen, dort wurden immer die Stühle ausgepackt und eine Brotzeit gemacht.
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Wo findet sich denn dieses Gebilde?
Zeit für ein neues Ratebild.
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Zitat:
Zitat von
Gwg_49
Sarakinas-Schlucht?
Ja, Günter die Sarakinas-Schlucht ist natürlich ein Highlight. Würde ich immer wieder machen, wenn ich in der Gegend bin. Diesen seltsamen Stein findet man dort aber nicht.
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Havgas-Schlucht
Gruß Michael
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Zitat:
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kretamichel
Havgas-Schlucht
Gruß Michael
Michael, warst Du auch schon dort? Sieht wirklich aus wie eine überdimensionaler Bowlingball. Es ist jedenfalls die Havgas-Schlucht in der Lasithi. Es gibt noch eine mit gleichem Namen bei Anatoli.
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nein, war noch nicht dort, nur Lassithi-Rundfahrt...:a010:
Gruß Michael
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Wanderung durch die Schlucht von Havgas (Lassithi)
Claudia und ich machten uns heute zu einer längeren Anfahrt zur Lassithi-Hochebene auf. Wir fuhren über das Hinterland und Neapoli. Dann ging es in scheinbar endlosen Serpentinen immer weiter hoch. Wir durchfahren einige kleine Dörfer. Am Straßenrand passieren wir immer mal wieder einige Verkäufer die Produkte aus der Gegend anbieten. Sehr viel Honig gibt es hier. Der ist auch übrigens ausgesprochen gut.
Mit zunehmender Höhe nimmt die Temperatur ab. 2 Grad weniger bedeuten hier aber noch immer 26 Grad. Kurz vor Agios Konstantinos führt eine schmale Straße in Richtung der Havgas-Schlucht. Diese liegt zwischen den Gipfeln Katharios Lakkos und Kafala. In einer Linkskurve verlassen wir die Straße auf einen Feldweg und fahren auf diesem noch ein kurzes Stück, bevor wir parken. Rechts des Wegs ist das ausgetrocknete Flussbett der Schlucht. Wir überqueren dieses. Auf der anderen Seite führt ein parallel verlaufender Wirtschaftsweg in Richtung Schluchteingang. Von rechts trifft der Weg von Agios Konstantinos nun auch auf diesen Wirtschaftsweg. Fast gleichzeitig kommen von dort ein Einzelwanderer und ein Pärchen, die offenbar das gleiche Ziel wie wir haben.
Zu Beginn der Schlucht wandern wir zunächst etwas umständlich im Flussbett und erkennen dann rechter Hand einen schmalen Pfad oberhalb. Diesen nehmen wir zunächst einmal und kommen dort recht zügig voran. Wir überholen unsere „Vorauswanderer“, die diesen Pfad wohl übersehen hatten. Kurz darauf sehen wir ein Hinweisschild nach Timio. Dieser Weg führt steil rechts hoch und aus der Schlucht hinaus. Hier wollen wir später noch hoch.
Erst mal weiter bis der Weg schließlich auf einem kleinen Plateau endet und wir fortan über großes Blockgestein innerhalb des Bachbettes klettern müssen. Die Wände werden enger. Wir brauchen ein ums andere Mal die Hände. Diese Stellen sind für Kinder und ungeübte Wanderer nicht geeignet. Nach Regenfällen oder zu erwartendem Schlechtwetter sollte man die Tour spätestens an dieser Stelle übrigens sowieso nicht weiter machen. Hier besteht dann Lebensgefahr. Schließlich erreichen wir das erste Ziel unserer Wanderung. Den Boulderstein von Havgas. Das Ding sieht aus wie ein riesiger überdimensionaler Bowlingball, der zwischen den Felswänden stecken geblieben scheint. Unglaublich wie rund geschliffen der Stein ist. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, retten wir noch einen kleinen Schmetterling, der in einer Gumpe um sein Leben kämpfte. Er brauchte einige Minuten auf einem trockenen Stein, bevor er wieder flatterte.
Der Rückweg ging dann über den Aufstiegspunkt. Es geht enorm Steil den Hang hinauf. Steinmännchen und farbige Markierungen erleichtern hier die Wegfindung.
Wir erreichen eine Einsattelung und halten uns rechts leicht bergab in ein herrliches Hochtal. Weglos wandern wir über verlassene Terrassenfelder einfach die Felder nach und nach wieder bergan. Wir erreichen ein von Kermeseichen durchsetztes Schotterfeld welches steil vor uns liegt. Hier klettern wir einfach weglos nach oben, bis wir schließlich einen von links heranziehenden Pfad erreichen. Auf diesem halten wir uns nun rechts und erreichen kurz darauf die Passhöhe.
Die nun folgende Aussicht in die Lassithi-Hochebene hinab ist phantastisch. Der ganze Kessel vor uns. Hier machen wir natürlich eine kleine Pause und genießen die wunderschöne Landschaft.
Nun folgt der Abstieg in den Kessel hinunter. Der Weg ist nicht immer leicht zu erkennen. Ab und zu gibt es Markierungen und Steinmännchen. In engen Kehren und mit weiterhin toller Aussicht kommt auch das erste große Wasserrückhaltebecken in den Blick. An diesem kann man sich auch einigermaßen orientieren. Wir laufen quasi immer auf den rechten Rand zu. Der Weg mündet schließlich zwischen beiden großen Wasserbecken, die es hier gibt. Dort angekommen, ist auch wieder ein E4-Schild. Wir halten uns nun rechts und umlaufen das rechte Wasserbecken wieder in Richtung der Schlucht. Schließlich erreichen wir unseren Ausgangspunkt nach ca. 4 Stunden und 20 Minuten.
Abends bereiten wir das Fleisch zu, welches wir auf dem Rückweg noch vom Metzger in Elounda mitgenommen hatten. Der Elektrogrill leistet gute Dienste und wir genießen den Abend gemeinsam mit der Familie auf der Terrasse.
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Wo haben wir das gesehen?
Guten Morgen zusammen. Zum letzten Tag des Jahres noch ein Ratebild.
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Und was genau soll geraten werden?
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Vielleicht um welches Brettspiel es sich handelt? Mühle :smiley1:
Guten Rutsch allen und vor allem viel Gesundheit
Suska
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Zitat:
Zitat von
kiki
Und was genau soll geraten werden?
Zitat:
Zitat von
suska
Vielleicht um welches Brettspiel es sich handelt? Mühle :smiley1:
Guten Rutsch allen und vor allem viel Gesundheit
Suska
:muah:
Na ja, eigentlich stand die Frage zu dem Bild in der Überschrift. Also wo wir dieses Teil gesehen haben.
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vielleicht in eurem Urlaubsdomizil - Ruhetag???
Gruß Michael
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Zitat:
Zitat von
kretamichel
vielleicht in eurem Urlaubsdomizil - Ruhetag???
Gruß Michael
Nein, da war es nicht. Es gab an dem Ort noch weitere solche Dinge.
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in einem Museum???
Gruß Michael
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Zitat:
Zitat von
kretamichel
in einem Museum???
Gruß Michael
Das könnte man durchaus so bezeichnen...
Obwohl es kein Gebäude ist.
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Zitat:
Zitat von
Kithira
Spinalonga/Kalydon
Richtig, wir haben die kleine Insel besucht!
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Besuch von Spinalonga
Wenn wir schon mal hier in dieser Gegend sind, fahren wir auch einmal mit einem kleinen Boot nach Spinalonga rüber. Also los nach Plaka. Dort gibt es verschiedene Anbieter, die mit kleinen Fährbooten übersetzen. 10.- kostet der Spaß pro Person.
Dann noch mal 8.- Eintritt vor Ort. Die Insel war recht gut besucht. Wenn man nicht gerade auf alte Steine steht, ist man aber auch in 15 Minuten einmal um die Insel herum gelaufen. Man kann aber auch die verfallenen Gemäuer anschauen oder besser die Informationstafeln lesen. Teilweise werden die Gebäude restauriert. Venezianer und später Ottomanen nutzten die Insel einst als Kontrollposten für die Einfahrt in die dahinter liegende Bucht.
Später diente die Insel als sogenannte Leprainsel, wodurch sie auch bekannt wurde. Die Menschen, die hier mit ihrer Krankheit leben mussten, hatten sich ein richtiges kleines Dorf aufgebaut. Mit einfachsten Mitteln vertrieb man sich hier auch die Zeit. Es sind Mühle und Damespiele aus Steinplatten ausgestellt.
Glücklicherweise konnten noch einige Menschen später die Insel als geheilt verlassen. Danach geriet sie in Vergessenheit, bevor sie durch den Tourismus nun wieder interessant wird.
Nette Tavernen gibt es übrigens auch in Plaka. Beim Schlendern durch den Ort waren wir überrascht über die relativ zivilen Preise. Wir hätten hier mit einem deutlich höheren Preisniveau gerechnet.
Am Nachmittag schockte uns in der Villa dann eine Überschwemmung durch verstopfte Rohre. Wir bemühten uns den Schaden in Grenzen zu halten und Sergé und Monique schickten uns später noch den Handwerker, der es technisch wieder richtete. Sergé und Monique luden uns ob des Ärgers dann für Freitag noch zum Essen ein. Wir freuen uns schon.
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Shopping in Elounda
Eigentlich haben wir den heutigen Tag auch nur mit Müßiggang verdaddelt. Nach dem langen Frühstück beschlossen wir, noch mal durch Elounda zu schlendern. Irgendwie gewöhnt man sich an den Ort. Was anfänglich nicht so toll wirkte, ist nun doch vertrauter und hat auch einen gewissen Charme. Vielleicht liegt es auch an der Gelassenheit der Leute hier – und sicher auch an der eigenen Stimmung. Wenn man dann erst mal am Wasser sitzt und ein leckeres Eis isst, ist die Welt sowieso in Ordnung. Bei „chilliger“ Musik merken wir kaum wie die Zeit vergeht.
Am Abend folgten wir der Einladung von Monique und Sergé. Wir treffen uns in der Ostria in Plaka. Ich würde sagen, eine etwas gehobene Fischtaverne. Der Manager Konstantinos hat seine Kellner um die Tische dirigiert. Sowas kennen wir gar nicht auf Kreta. Nun, das mag auch daran liegen, dass wir selbst diese Taverne wohl nicht gewählt hätten. Aber wir sind eingeladen und wir müssen zugeben, das Essen war hervorragend. Fisch bis zum Abwinken, tolle Gerichte, Wein – oh Gott, die Rechnung möchte ich gar nicht sehen.
Wie auch immer, es war ein toller Abend. Sergé erzählte viel von seiner Zeit als Zolldirektor der EU, Monique von ihrer Arbeit als Professorin für Wirtschaft und Jura. Zwei Cosmopolitians die noch immer auf der halben Welt unterwegs sind, wirklich spannend.
Morgen stelle ich das nächste Ratebild ein.
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Wie heißt dieses abgelegene Kloster?
Zeit für das Ratebild :smile:
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Null Ahnung - Lassithi - Hochebene?
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Zitat:
Zitat von
kiki
Null Ahnung - Lassithi - Hochebene?
Im Bereich der Hochebene war es nicht.
Wer jedoch große Teile des E4 schon gewandert ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit daran vorbeigekommen sein.
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Panagia Vriomeni bei Messeleri???:a010:
Gruß Michael
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Zitat:
Zitat von
kretamichel
Panagia Vriomeni bei Messeleri???:a010:
Gruß Michael
Treffer! :freu:
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E4-Wanderung von Prina nach Vriomeni
Für heute haben wir uns ein Stück des E4-Fernwanderweges vorgenommen. Prina, ein Dorf im weiteren Hinterland soll unser Startpunkt sein. Dazu fahren wir zunächst einmal von unserer Villa in Richtung Agios Nikolaos. Von dort weiter über die relativ neue Schnellstraße nach Istron / Kalo Chorio. Fährt man hier weiter Richtung Südküste, kann man letztlich verschiedene Varianten wählen. Kurz vor Prina kann man durch die Berge direkt nach Ierapetra oder weiter über Prina und Kalamafka und dann von dort den Schwenk wieder nach Ierapetra. Oder aber man fährt weiter über Anatoli in Richtung Mirtos. Alles diese Strecken haben ihren Reiz und es gibt immer etwas Schönes zu sehen.
Aber wir wollen heute nur nach Prina um dort unser Auto zu parken. Dazu fahren wir durch den Ort hindurch. Am Ende auf der linken Seite gibt es eine Taverne die scheinbar schon länger nicht mehr geöffnet hatte. Dort parken wir unseren Wagen und sehen auch gleich ein Hinweistäfelchen „E4“.
Unser Weg führt uns ca. einen Kilometer südlich bergab. Wir passieren landwirtschaftliche Terrassen, bevor es schließlich etwa 2 km bergauf geht. Dabei wechseln wir auch die Gehrichtung nach Osten. An der ersten höheren Stelle auf 403hm können wir gut die Mirambelobucht sehen. Auch Prina, was wir nun auf der gegenüberliegenden Talseite erkennen, ist von hier aus sehenswert.
Nun geht es wieder abwärts und bald erkennen wir das Dorf Meseleri. Wir treffen vor dem Dorf auf die Fahrstraße und laufen auf dieser bis in das Dorf hinein. Bis hierhin waren wir ca. 4,3 km unterwegs. Marion und Klaus hatte es hier so gut gefallen, dass sie beschlossen, sich lieber etwas länger hier aufzuhalten und dann langsam den Rückweg anzutreten.
Claudia und ich hatten noch etwas mehr vor. Wir verlassen das Dorf durch enge Gässchen in Richtung Nordost um kurz darauf festzustellen, dass der gewählte Wirtschaftsweg uns nicht in die Richtige Richtung führt. Also wieder ein Stück zurück und einen unscheinbareren Weg mehr östlich gewählt. Schon bald sehen wir Hinweisschilder auf unser eigentliches Ziel, die Klosteranlage Panagia Vriomeni. In einem eigentlich unnötigen Bogen geht es weitgehend bergauf. Eigentlich nur noch bergauf. Das ist zwar leicht ermüdend, ermöglicht aber dafür auch immer wieder neue Aussichten über die Landschaft. Nach Kilometer 8 gibt es hier einen besonders schönen Aussichtspunkt, den wir eine Weile genießen. Die letzten 1,5 km und wir sehen die Klosteranlage vor uns. Malerisch in die Landschaft getupft. Leider stellen wir bei Erreichen aber auch fest, dass sie aufgegeben wurde und nun verschlossen ist. Schade, ich hätte gerne mal einen Blick hinein geworfen. Ich bin noch einmal um die Anlage herumgelaufen aber man kommt nirgendwo hinein. Schade darum.
Also wieder langsam zurück. Auf unserem aussichtsreichen Rückweg, der ja bis zum Dorf Meseleri nur noch bergab ging, nahmen wir dann eine andere Variante, die etwas steiler war. Aber durchaus machbar. Als dann plötzlich das Telefon klingelt halten wir kurz an. Marion und Klaus hatten es tatsächlich geschafft, sich auf dem Rückweg etwas zu „verfransen“ – meinten sie jedenfalls. Also noch mal ein wenig auf das Wandertempo gedrückt um die beiden wieder „einzusammeln“. Tatsächlich hatten sie sich gar nicht mit dem Weg geirrt. Sie waren an einem Abzweig aber nicht mehr sicher und hatten dort lieben auf uns gewartet. Dort wo sie saßen, konnte man es aber auch aushalten. Prima Aussicht.
Gemeinsam ging es dann wieder zurück zum Auto. Während wir den Hinweg noch mit gemütlichen 2:45 Std. gelaufen waren, war der Rückweg eine Stunde schneller. Insgesamt ungefähr 9km.
Abends probierten wir dann noch mal eine Familientaverne in Plaka aus. Die Taverne Delphini war uns beim Schlendern durch Plaka in den vergangenen Tagen aufgefallen. Die Lage ist phantastisch und das Essen wirklich gut. Aber auch sehr teuer. Nun gut, wir wissen, dass wir hier in einer besonderen Region von Kreta sind und nicht die günstigen Preise aus den Bergdörfern erwarten können.
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Teuer ist es wohl durch die Nähe zu Elounda oder?
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Ja. Ich nehme an, hauptsächlich wegen den vielen Tagestouristen in der Gegend.
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Zitat:
Zitat von
kiki
Teuer ist es wohl durch die Nähe zu Elounda oder?
Zitat:
Zitat von
Gwg_49
Ja. Ich nehme an, hauptsächlich wegen den vielen Tagestouristen in der Gegend.
Ich glaube Ihr liegt beide richtig. Aber wir wollen uns ja auch gar nicht beklagen. Das Essen ist halt für Kretaverhältnisse teuer. Nicht aber wenn ich das mit einem guten Restaurant zu Hause in Düsseldorf vergleiche. Und die Preise macht ja schließlich der Markt und die Nachfrage. Also alles gut. :blink:
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Welchen Ort haben wir hier besucht?
Noch mal ein neues Ratebild:
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vielleicht Milatos???
Gruß Michael
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Zitat:
Zitat von
kretamichel
vielleicht Milatos???
Gruß Michael
Da kennt sich einer aus :freu:
Es stimmt!
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Fahrt nach Milatou und Sisi
Monique und Sergé erzählten uns, dass sie, als sie das erste Mal Kreta besuchten in Sisi waren. Dort hatte es den beiden so gut gefallen, dass sie spontan beschlossen auf Kreta ein Haus zu kaufen.
Für uns Grund genug diese „Ecke“ einmal anzuschauen. Über Neapoli fuhren wir auf eine Nebenstraße Richtung Latsida und von dort weiter nach Milatos. Die Anfahrt zum Dorf ist eigentlich ganz hübsch. Man kann schön auf das Meer schauen. Milatos selbst ist aber wohl eher unscheinbar. Vor allem sind die Straßen dort sehr eng. Aber auch wenn mal ein Laster am Straßenrand parkt und ein größeres Auto nicht vorbeikommt, bleiben auch hier alle ruhig und gelassen. Erst mal in Ruhe den Kaffee austrinken, dann den Laster aus dem Weg fahren.
Ich wünschte, wir hätten bei uns zu Hause so viel Gelassenheit im Straßenverkehr. Bis zum Strand hinunter sind es dann noch etwa 2 Kilometer. Hier scheint es mal einen kleinen Bauboom gegeben zu haben. Inzwischen sieht es aber eher so aus, als wäre dieser bereits zu Ende. Einige Bauruinen zeugen davon, dass sich hier wohl einige finanziell übernommen haben. Am Strand nach rechts geht es zu einer kleinen Hotelanlage. Wirklich schön ist es hier eigentlich nicht. Linker Hand ist eine völlig überfüllte Taverne in der gefühlt alle Männer der hiesigen Häuser saßen, inclusive Pope und Dorfpolizist. Nun, die werden sicher einiges zu besprechen gehabt haben.
Wir gehen den Strandabschnitt entlang, dieser ist zunächst felsig durchsetzt. Kurz vor einem kleinen geschützten Hafenbereich gibt es auch einen sandigen Abschnitt. Direkt hinter dem Hafen eine weitere Hotelanlage. Eigentlich kann man aus diesem Abschnitt durchaus was Nettes machen. Noch spricht uns das hier aber nicht so recht an und wir fahren weiter nach Sisi.
Dieses Dorf liegt etwa 6 Kilometer weiter und ist deutlich größer als Milatos. Auch deutlich touristischer. Es erinnert mich schon etwas an Stalis. Wobei Stalis ja eigentlich schon mit Malia zusammengewachsen ist. Jedenfalls gibt es hier einen wirklich schönen Dorfkern mit etlichen Tavernen. Hier essen wir ein Eis und lassen es uns gut gehen. Wir können uns gut vorstellen, dass es vor 10 Jahren hier noch ein wenig beschaulicher war und somit uriger.
Aber es ist wie es ist. Schöne Ecken wollen alle gerne sehen und besuchen. Das zieht unweigerlich Wachstum nach sich. Manchmal geling ein Spagat zwischen Beschaulichkeit und Wachstum, manchmal nicht. Ob es hier gelungen ist? Das zu beurteilen, dafür für war unser Aufenthalt zu kurz. Georgioupolis ist m.E. ein positives Beispiel. Hier ist im Vergleich zu den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts enorm viel passiert und das Dorf hat trotzdem seinen Charme nicht verloren. Wir kaufen noch eine Griechenladfahne als Souvenir und machen uns wieder auf den Rückweg.
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Abschied (aber nur kurz)
Guten Morgen zusammen,
ich habe eben noch mal in mein "Urlaubsprotokoll" geschaut. Nach der zuletzt beschriebenen Aktivität, mussten wir nach einigen Tagen "easy-going" leider schon unsere Koffer packen. Aber wir sind in 2019 noch mal auf die Insel gekommen - ich kann also noch über einige Dinge erzählen.
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Wo liegt unsere Unterkunft?
So, hier kommt wieder ein neues Ratebild. Wir sind natürlich noch mal nach Kreta gefahren - aber wohin hat es uns diesmal verschlagen?
Ich wette, es ist nicht einfach, das herauszufinden, außer man war selbst schon mal dort und kann sich an den Ort erinnern. Und war schon einer von Euch dort?
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Ich tippe mal darauf , dass Ihr dieses Mal in einen anderen Teil Kretas gereist seid, also z.B. inden Nord-Westen ?
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Zitat:
Zitat von
kiki
Ich tippe mal darauf , dass Ihr dieses Mal in einen anderen Teil Kretas gereist seid, also z.B. inden Nord-Westen ?
Das ist schon mal richtig getippt. :blink:
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Agios Ioannis Theologos in Kampi...:smilie_verl_070:
Gruß Michael
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Zitat:
Zitat von
kretamichel
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Agios Ioannis Theologos in Kampi...:smilie_verl_070:
Gruß Michael
Wow, so schnell erkannt. Ich bin beeindruckt.
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Doch noch mal auf die Insel
Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar nicht mehr nach Kreta fliegen sondern stattdessen in einem deutschen Mittelgebirge etwas Wandern. Aber Claudia hat mich letztlich überzeugt doch noch einmal „unsere“ Insel zu besuchen.
Es war etwas mühsam, noch einen vernünftigen Flug und gute Unterkünfte zu bekommen aber letztlich hat es dann doch noch funktioniert. Unser Flug jedenfalls hatte erst einmal 15 Min Verspätung. Aber aus der Erfahrung wissen wir, dass die Flieger solche kleinen Verspätungen meistens in der Luft wieder aufholen. So war es diesmal auch.
Die Kofferausgabe in Heraklion verlief problemlos und unser Autovermieter hatte für uns einen kleinen Fiat direkt vor dem Flughafen geparkt. Also nur noch eben zur Tankstelle, volltanken und etwas Limonade eingekauft und los ging es.
Wir bewegten uns gegen 11:30 Uhr in Richtung Georgioupolis. Dort hatten wir einen Zwischenstopp geplant, da wir unser Haus erst gegen 16:00 Uhr beziehen konnten. Also den Wagen dort an der Brücke geparkt und bei Valentino die gute Küche genossen. Angekommen, das konnten wir hier schon sagen. Wir hatten eigentlich kaum zu Ende gegessen, da meldete sich Michail, unser Vermieter und fragte, wann wir eintreffen würden. Eigentlich hatten wir noch einen kleinen Bummel durch Geo geplant aber so sind wir nur noch zum Supermarkt gefahren um das Nötigste einzukaufen. Wir wussten, in unserem Ort gibt es nicht mal einen Minimarkt, also hier eindecken.
Der kleine Fiat war also nun voll mit uns, den Koffern, unseren Rucksäcken und dem Einkauf. Es stand also nichts mehr im Wege, über die Dörfer zu unserem Dorf zu fahren. Wir fuhren erst einmal nach Vrises und von dort über die „Old Road“ bis nach Nio Chorio. Von dort ging es dann hoch in die Berge bis wir schließlich den Dorfplatz von Kambi gegen 16:15 Uhr erreichten. Nur 3 Minuten später trat auch Michail ein und begleitete uns zu unserem Haus für die nächsten sieben Tage. Michail erklärte uns, das Haus sein von seinem Großvater und er habe es vor zwei Jahren übernommen. Der Großvater habe das Haus 1930 gebaut.
Das alte Steinhaus mit Ausbaupotential hat Charme. Es liegt auf einem Hügel quasi in Alleinlage über dem Dorf. Parken kann man problemlos vor dem Haus. Auf einer großen betonierten Fläche vor dem Haus kann man in der Sonne oder auch im Schatten sitzen. Auf der Terrasse in der ersten Etage gibt es einen Sonnenschirm, einen Tisch und eine Sitzgruppe.
Im Haus ist alles vorhanden was notwendig ist. Küchenzeile ist ausreichend ausgestattet, lediglich ein Wellenschliffmesser zum Schneiden von Brot hat uns gefehlt. Das Badezimmer ist geräumig, dort ist auch die Waschmaschine.
Die Durchgänge zu den einzelnen Bereichen sind sehr niedrig. Große Personen müssen vorsichtig sein, um sich nicht den Kopf zu stoßen. Klimaanlagen sind in allen Räumen vorhanden und funktionieren tadellos.
Wir lassen den Tag auf der Terrasse bei Brot und Wein und einer herrlichen Sicht auf die weißen Berge ausklingen.
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Wo haben wir die Taverne mit diese Aussicht gefunden?
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In S...n.s ? Taverne 9 Buchstaben ?
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Taverne Aetofolia
vg Suska
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Zitat:
Zitat von
Yanis
In S...n.s ? Taverne 9 Buchstaben ?
Zitat:
Zitat von
suska
Taverne Aetofolia
vg Suska
Das ist richtig. Wobei an der Straße die Taverne sogar in Deutsch ausgeschildert ist : "Adlerhorst".
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Erkunden der Gegend in Kambi
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse, beschlossen wir erst einmal die direkte Umgebung unseres kleinen Dorfes zu Fuß zu erkunden. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich mal wieder die Schuhe einlaufen.
Geschätzt würde ich sagen, dass das Dorf vielleicht noch 50 Einwohner, wobei man die auch eher selten sieht. Eine Familie mit Kindern wohnt etwa 100 Meter weiter und im Kafenion sehen wir nur zwei Männer. Die allerdings im mittleren Alter, das war es dann auch schon. Der Dorfplatz ist recht groß und sieht gemütlich aus. Auch die direkt daran liegende Kirche macht einen hübschen Eindruck.
Im Gästebuch unseres Hauses haben wir gelesen, dass nur wenige Tage zuvor hier ein größeres Dorffest stattgefunden hat. Schade, dass wir das verpasst haben.
Auf meinem GPS hatte ich kleinere Pfade rund um das Dorf gesehen und daraus eine kleine Rundtour „gebastelt“. Leider war dann einer der Wege nicht mehr vorhanden oder durch neue Grenzzaunziehung verschwunden, so dass wir nicht um und auch nicht auf den kleinen Hausberg gekommen sind. Dorthin führt nur noch eine kleine Straße über ein Privathaus und diese Zufahrt ist leider durch ein Tor geschützt.
Trotzdem waren wir über zwei Stunden unterwegs. Am Nachmittag erweiterten wir den Erkundungsradius dann noch mit dem Pkw und am Abend kehrten wir zum Essen in Samonas in die Taverne „Adlerhorst“ ein. Zwei ältere Damen bewirtschaften die Taverne. Es gibt eine phantastische Aussicht über die Landschaft bis zur Nordküste, weshalb der Name „Adlerhorst“ sicher passend ist. Später kamen noch einige griechische Gäste. Das Essen war Ok, mehr aber auch nicht. Preise angemessen. Der Ausklang des Tages fand dann auf unserer Terrasse mit dem Hauswein statt. Ein leicht geharzter Traubenmix, recht lecker.
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Und diese Gasse findet man in?
Mal wieder ein Ratebild - diesmal ganz leicht.
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kiki
In Chania :-)
Na klar, das ist die bekannteste Gasse dort.