Okidoki, weiter gehts mit einer Wanderung im Stanley Parc. Der Stanley Parc ist der Stadtpark von Vancouver, der nur einen Steinwurf von der Downtown entfernt auf einer Halbinsel mitten im Meer liegt. Man kann ihn auf der Seawall Promenade umrunden, ca. 10,5km. Und das hatte ich mir vorgenommen...
26.10.09 18:40 Uhr (MEZ 03:40 Uhr)
Heute sollte aber alles besser werden (zur Info, es ist der zweite Tag und der erste war sehr verregnet), allerdings standen die Vorzeichen dafür erstmal schlecht: Als ich gegen 9 Uhr losging, hatte es immer noch nicht aufgehört zu regnen und meine Waden fingen wieder an zu zwicken. Immer wieder machen die mir Probleme nach Wanderungen, verhärten sich und tun sehr weh. Und dass, wo ich heute im Stanley Park wandern will.
Jedenfalls bin ich die Robson Street ganz hoch, dann rechts in die Denman Street und einmal rund um den Yachthafen in den Stanley Park herein, alles schön nach Anweisung meines Reiseführers (übrigens aus dem Müller-Verlag, also ein Kollege vom Fohrer:jo:). Und dann…fing es erstmal richtig an zu schütten. Also mit Kapuze bis zum Anschlag und Regenschirm hinein ins Vergnügen.
Das erste Highlight, eine Ansammlung von Totempfählen, ist nett, der Blick auf die Skyline von Vancouver atemberaubend.:spin:
Und dann, an der 9 o’clock gun, passiert das, womit ich schon gar nicht mehr gerechnet hatte: wie von Gottes Hand reißt die Wolkendecke auf und binnen 15 Minuten ist der Himmel blau und die Sonne lacht. Unglaublich! :freu: Und von nun an sollte es der perfekte Urlaubstag werden.
Um den Brockton Point, einen Leuchtturm, herum ging es rüber zum Vancouver Aquarium.
Sagen wir es so, es war ganz nett, die Delphine, Seehunde und die Beluga-Wal-Show zu sehen, aber 22$ war doch wohl ein bisschen happig. Also hab ich mich bei strahlendem Sonnenschein und sehr starkem Wind auf die Seawall Promenade zurück begeben.
Die Lions Gate Bridge markiert die Halbzeit der Wanderung. Von hier aus hat man keinen Blickkontakt mehr nach Vancouver, sondern sieht immer auf das freie Meer hinaus. Und an Tagen wie heute ist man dem Wind hoffnungslos ausgeliefert. Es folgte ein 3-stündiges schlichtweg atemberaubendes Naturerlebnis. Der Weg war ca. 4m breit, links steile Felsen und Wald, rechts eine kleine Mauer und das offene Meer. Die Wellen wurden mit einer solchen Wucht gegen die Mauer geschlagen, dass sie sich teilweise meterhoch auftürmten und auf den Weg klatschten.:smileys1:
Der Wind hat so geblasen, dass ich gedacht habe, ich fliege weg. Und im Hintergrund schaukeln die Öltanker und Container Schiffe in den Wellen. Toll, Toll, Toll!!!
Vorbei am Siwash-Rock ging es so zum Third und Second Beach. Hier habe ich noch einen Abstecher in den Park gemacht, einmal rund um die Lost Lagoon, und dort freilebende Waschbären beobachten können. Danach habe ich am English Bay erstmal was gegessen. :smilie_trink_013:
Anschließend bin ich dann am Stadtstrand entlang bei immer noch sehr starkem Wind zurück zur City gelaufen. Es war kurzum ein ganz toller Tag.
Das war der eigentlich nachhaltigste Tag in Vancouver, der aufgrund der Witterung ganz besonders in Erinnerung geblieben ist.
Fortsetzung folgt...
Gruß, Stephan:nuts:
...today is life, tomorrow never comes...
Stillstand ist R?ckschritt...aber das Gras w?chst nicht schneller, wenn man dran zieht...