Nun doch ein wenig über Kreta in dem Buch zu finden:

H.F. Meyer geht auf S. 131 kurz auf die Besetzung der Insel Kreta ein: Einnahme durch dt. Truppenteile zwischen dem 20. 5. und 1. Juni gegen Widerstand von alliierter Seite und Einheimischen. Dabei gab es hohe dt. Verluste, das 10-fache im Verhältnis zum dt. Griechenland-Feldzug.

Meyer erwähnt eine aus D angereiste Juristendelegation, die über 100 Greueltaten lt. Aussagen dt. Fallschirmjäger dokumentiert hat. Es handelte sich um Taten, die von Kretern bzw. neuseeländischen Maori-Soldaten begangen worden seien in Verletzung der Haager Landkriegsordnung.
(sh. Bundesarchiv Freiburg, RW2/v.146: Völkerrechtsverletzungen der brit. Streitkräfte und der Zivilbevölkerung auf Kreta)

Meyer erwähnt anschl. den Sühnebefehl v. General K. Student (auf Weisung Görings), in dem Kontributionen, Niederbrennen von Ortschaften, Erschießungen bis zur „Ausrottung der männlichen Bevölkerung ganzer Gebiete“ als „Vergeltungsmaßnahmen“ genannt werden. Auf der Grundlage dieses „völkerrechtswidrigen Befehls“ seien bis zum Sommer 1941 Dutzende von Dörfern zerstört worden und Hunderte kretischer Geiseln erschossen worden. (Quelle: Bundesarchiv Freiburg: RH28-5/4B, S. 412 sowie Marlen von Xylander: Die deutsche Besatzungsherrschaft auf Kreta.
Freiburg 1989)

Buch enthält auch ein Foto mit am 2. 6. 41 in Kondomari ermordeten 19 Zivilisten als "Sühne" für einen hinterrücks erschossenen (dt.) Offizier ...